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Redet nicht nur von der Gefahr, sondern tut etwas

Landespolizeidirektor Andreas Pilsl hat natürlich recht, dass die Gefahr vom Abgleiten in die Kriminalität gegeben ist, wenn die Integration der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge versagt.

Nur liebe Verantwortliche, dann redet nicht nur von der potenziellen Gefahr, sondern tut etwas. Ich hatte vier unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als Pflegekinder. Das nicht stattfindende Erstinterview war bei Dreien fast täglich präsent.

Erste Frage beim Heimkommen am Wochenende von der Berufsschule: „Ist die Vorladung zum Interview da?“ Im Übrigen haben diese vier, nach nicht einmal zwei Jahren in Österreich, die erste Klasse Berufsschule bzw. die Hauptschule positiv abgeschlossen.

Würden wir in der Zeit die persische Sprache mit einer anderen Schrift so weit erlernen? Aber der Staat wollte uns das unter anderem durch Schulbesuchsverbot für die über 15-Jährigen verwehren. Statt Schule gab es als Ersatz 75 Stunden offiziellen Deutschkurs. Welch Hohn für uns alle. Die nicht startenden Erstinterviews haben zur Folge, dass „meine“ Burschen keine Lehrlingsfreifahrt bekamen, damit keine Jugendtickets. Dass sie keinen Moped- und keinen Autoführerschein machen dürfen, ist eine weitere Folge.

Und dass die Pflegeeltern davor auch keine Kinderbeihilfe beantragen können und damit vieles, das an die Kinderbeihilfe gebunden ist, finanzieren müssen, ist deren Privatvergnügen. Hat ihnen ja niemand angeschafft, an der schnellstmöglichen Integration dieser besonders sensiblen Asylwerbergruppe mitzuwirken.

Mag. med. vet. Andrea Tews, Pfarrkirchen
 

 

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Artikel 05. September 2017 - 19:01 Uhr
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