05. Oktober 2017 - 23:00 Uhr · · Leserbriefe

Luxuspensionen: Kein Sinn für soziale Gerechtigkeit

Mit großer Erschütterung musste ich erfahren, dass man die sogenannten Luxuspensionen vor etwa zwei Jahren um zehn Prozent gekürzt hat.

Die betroffenen „Staatsbeamten“ – vor allem jene aus der Nationalbank – hatten darauf natürlich mit Klagen gegen diesen fürchterlichen, unsozialen Beschluss der Regierung prozessiert. Der Oberste Gerichtshof hat nun das Urteil gesprochen und die zehnprozentige Kürzung dieser Pensionen für rechtens erklärt.

So müssen nun, so habe ich weiter gelesen, diese armen, vom Staat benachteiligten 57 Pensionisten mit einem lächerlichen „Ruhestandsentgelt“ im Durchschnitt von monatlich 17.000 Euro (in Worten: siebzehntausend Euro) ihr weiteres Dasein fristen – das macht mich, obwohl ich auch als ehemaliger Lehrer einen schönen Beamtenruhegenuss von 2000 Euro (zweitausend!) genieße, sehr traurig! Ich bin im Gegensatz zu diesen Luxuspensionisten der Nationalbank mit meiner Pension sehr zufrieden und dankbar.

Es macht mich aber traurig, dass diese „Ruheständler“ jeden Sinn für soziale Gerechtigkeit verloren haben, es macht mich traurig, dass wir in einem Sozialstaat leben, wo diese fetten, zutiefst ungerechtfertigten Pensionen überhaupt möglich sind – es macht mich traurig, dass keine Partei in Österreich hergeht und eine Deckelung der staatlichen Beamtenpensionen auf zumindest 5000 Euro fordert – ich glaube, das wäre in einem Sozialstaat, wo die durchschnittliche Pension 1300 Euro beträgt, höchst wünschenswert.

Josef Aichhorn, Rohr im Kremstal

Quelle: nachrichten.at
Artikel: http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/leserbriefe/Luxuspensionen-Kein-Sinn-fuer-soziale-Gerechtigkeit;art11086,2698962
© OÖNachrichten / Wimmer Medien · Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung
Bitte Javascript aktivieren!