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Kößlmühle – quo vadis?

Gmunden gehört zu den historischen Städten, daher muss sich die Stadtgemeinde Gmunden für den Erhalt des historischen Stadtbildes einsetzen.

Die Kößlmühle ist für Einheimische und Touristen zum oft fotografierten historischen Stadtbild am Traunausfluss mit dem „Runden Eckturm“, mit dem Schloss Grueb – heute Gerichtsgebäude – und mit der Kurzmühle geworden. Dieses markante Bauwerk (schon 1354 nachgewiesen) ist ein Gebäude, das jahrhundertelang als Mühle zur Versorgung der Gmundner Bevölkerung beitrug und eine wichtige Rolle in der Geschichte des Salztransportes mit den Traunern innehatte.

Sonderbar ist, dass die Kößlmühle nicht unter Denkmalschutz steht, sondern nur als erhaltenswürdig eingestuft wird. Die Kurzmühle am anderen Traunufer steht unter Denkmalschutz! Keine Baugenehmigung, keine Zustimmung des Gestaltungsbeirates, kein Abbruchbescheid …! Dann dies: Ein Baum stürzt um und beschädigt angeblich das Dach.

Da müssen „ungeschickte“ Forstarbeiter als Argumentation herhalten, die beim Versuch, diesen zu entfernen, gleich auch den Giebel so stark beschädigen, dass dann ein Bagger anrücken muss, um ein riesiges Loch in die Vorderfront zu schlagen, und der Bürgermeister muss die Arbeiten einstellen lassen, damit nicht mehr von dieser Vorderfront abgerissen wird.

Ich kenne nur Forstarbeiter, für die die Entfernung eines umgestürzten Baumes tagtägliche Arbeit ist. Die können das bestimmt, ohne beträchtlichen Schaden an Gebäuden anzurichten.

Wieso kann man dieses Haus nicht entkernen, die Außenansicht belassen und damit das Stadtbild erhalten und das Gebäude einer Nutzung zuführen? Zum Beispiel als Jugendherberge (fehlt in Gmunden!), als Seniorenresidenz (Ergänzung zum Haus St. Josef?), als Gesundheitszentrum (Kurstadt Gmunden?), als Haus mit Startwohnungen für junge Familien (hilft gegen Abwanderung!) usw.

Warum sollte die Stadtgemeinde einen rechtsgültigen Bebauungsplan ändern? Ich bin schon neugierig, wie die Gemeinderäte auf diese Situation reagieren.

Quo vadis, Kößlmühle?

August Mayer, Gmunden

 

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Artikel 11. September 2017 - 18:44 Uhr
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