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Jahrzehntelanger Betrug lohnt sich

Fälscht man eine "besonders geschützte Urkunde", ist es vorteilhaft, gute Verbindungen zu haben, um gravierenden Folgen zu entgehen:

Als 2015 in einem mir gut bekannten Fall ein Geschäftsführer über seine Magister-Urkundenfälschung stolperte, von der er 25 Jahre profitiert hatte, wurde seitens seiner Vorgesetzten beteuert, niemals hätte er diesen Abschluss für seine Tätigkeiten benötigt. Die Staatsanwaltschaft legte aufgrund dieser Aussagen die Anzeige zurück und befand die Urkundenfälschung als verjährt. Ganz ungeniert führte er nach der Entlarvung den Magistertitel im amtlichen Melderegister weiter, dieser wurde erst nach einer Intervention des Innenministers gestrichen.

Der Umstand, dass ihm seinerzeit bezahlte Dienstzeit gewährt wurde, um sein angebliches Studium (für welches ihm jegliche Voraussetzungen fehlten) an der JKU raschest abschließen zu können, wurde tunlichst verschwiegen.

Offenbar schrecken falsche Akademiker vor ihrem Betrug deshalb nicht zurück, da für die Universitäten lediglich die Möglichkeit besteht, mit ihrer Anzeige ein Verwaltungsstrafverfahren einzuleiten, wodurch sich der Betrug – je länger desto erfolgreicher – finanziell rechnet. Hier wären aufgrund der Häufigkeit der Fälle endlich gesetzliche Verschärfungen nötig.

Christian A. Aichmayr, Rutzenham

 

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Artikel 05. Februar 2018 - 16:09 Uhr
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