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Jahrmarktgelände

Die Provinz-Posse rund um den wichtigsten und bisweilen auch einzigen Linzer Park-and-ride-Parkplatz erinnert weniger an den traditionellen Volksfestrummel, ...

...sondern leider eher an einen politischen Jahrmarkt der Eitelkeiten zwischen Stadt, Land und den Parteien sowie den Ressorts ...

Es ist schon eigenartig, dass die Sperre nun so plötzlich verhängt wird, obwohl das Widmungsproblem den Linzer Stadt-Oberen schon länger bekannt ist. Das erweckt den Eindruck einer Kollektivstrafe, weil man die gewünschte Gebührenpflicht nicht durchsetzen konnte. Zudem frage ich mich auch, wie man die zahlreichen weiteren öffentlichen Veranstaltungen im Stadtzentrum (Marathon, Linz-Fest, Pflasterspektakel, Klangwolke, „Krone“-Fest ...) ohne entsprechende alternative Stellflächen für Besucher noch abwickeln kann. Linz wird dadurch als Arbeits- und Wirtschaftsstandort jedenfalls sicherlich nicht attraktiver!

Wien hat seit der großzügigen Erweiterung der Kurzparkzonen mit einem eklatanten Fachkräftemangel zu kämpfen. Nur die Linzer verlassen sich anscheinend noch immer blind darauf, dass die Pendler wie auch die Konsumenten trotz der prekären Verkehrssituation weiterhin den Linzer Betrieben die Nibelungen-Treue halten: Wenn sie sich da bloß nicht täuschen! Vielleicht hilft, nach dem Vorbild einer Kräuterlimonade, ja auch die folgende martialisch mahnende Mühlviertler „Alm-Feixn“: Waun de da kan Parkplotz ham, daun fahr i wieda hoam...

Florian Stadler, Aschach/Donau

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Artikel Florian Stadler 10. September 2017 - 18:28 Uhr
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