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Gesundheitspolitische Eingriffe

Jetzt, da ich mit 64 Jahren demnächst in Pension gehe, bemerke ich die Unruhe und Nervosität der mir anvertrauten und ans Herz gewachsenen Patienten, deren Haus- und Familienarzt ich seit 35 Jahren sein darf.

Ich bin ehrlich wütend, nach sechs Jahren Studium und 41 Jahren Arbeit in meine verdiente Alterspension zu gehen und eine Situation vorzufinden, wo eine qualitativ gute Versorgung meiner Patienten nicht mehr gesichert ist.

Wollen wir wirklich Verhältnisse, wo Gemeindeschwestern die gesamte Grundversorgung in Gesundheitszentren übernehmen und schwer bis kaum erreichbare Ärztinnen und Ärzte nur noch im Hintergrund arbeiten? Sieht so die billigere Lösung aus? Warum bilden wir so wenige Ärzte aus? Will das die Bevölkerung auch so? Wer trägt dafür die Verantwortung?

Ich hoffe, dass engagierte Journalistinnen und Journalisten diese Fragen klären können.

MR Dr. Dieter Rodemund, Neuhofen a. d. Kr.

 

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Artikel 05. Februar 2018 - 16:08 Uhr
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