03. Oktober 2017 - 20:07 Uhr · · Leserbriefe

Frieden muss das Ziel sein

In den letzten Jahren wurde von selbsternannten Weltpolizisten leichtfertig interveniert und gegenwärtig wird mit einem Krieg der Worte und ständigen Provokationen der Frieden gefährdet.

US-Präsident Donald Trump hat die Bemühungen seines Außenministers Rex Tillerson um eine diplomatische Lösung des Nordkorea-Konflikts als sinnlos bezeichnet.

Militärische Mittel werden als „Ultima Ratio“ zur Erhaltung des Friedens allgemein anerkannt. Doch zuvor müssen die zivilen Optionen ausreichend geprüft und ausgeschöpft werden. Gemäß dem Völkerrecht sind in zwei Ausnahmen kriegerische Maßnahmen zugelassen: Selbstverteidigung (kollektive Notwehr) oder Friedensoperationen mit einem Mandat des UNO-Sicherheitsrats. Jeder Einsatz militärischer Gewalt muss einem übergeordneten politischen Zweck dienen und soll mit einem angestrebten Friedensschluss enden. Krieg hat keinen Eigenzweck, sondern dient dem Erreichen des Endzustands Frieden. Anfang 2003 soll der ehemalige US-General David Petraeus angesichts der andauernden Gewalttaten im Irak die Frage gestellt haben: „Tell me, how does this war end?“ Bis heute haben die US-Präsidenten diese Frage betreffend Irak und Syrien nicht beantworten können. Unter Beachtung anderer Kriege der USA hätte Petraeus seine Frage ausweiten können: „Wann haben die USA jemals einen Krieg erfolgreich beenden können?“

Oberst i. R. Kurt Gärtner, Wels

 

Quelle: nachrichten.at
Artikel: http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/leserbriefe/Frieden-muss-das-Ziel-sein;art11086,2696592
© OÖNachrichten / Wimmer Medien · Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung
Bitte Javascript aktivieren!