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Europa ist viel mehr als die EU

Der Leitartikel des Chefredakteurs „An Europa ermüdet“ trifft wie immer genau die Situation.

Beim ersten Hinschauen zucke ich jedoch zurück – ab 2018 kann „Europa zerfallen“. Welche Mega-Naturkatastrophe wird hier vorausgesehen, die unseren Kontinent zerstört? Doch dann beruhige ich mich etwas – es ist nicht „Europa“ gemeint, sondern „nur“ die EU. Wie leider so oft in unserem Sprachgebrauch, verwendet auch dieser Leitartikel diese Begriffe als Synonyme.

Europa ist viel mehr als die EU, ist älter, größer und war immer schon da. Und auch die Schweizer gehören zu Europa und die Briten auch nach dem Brexit. Die EU dagegen ist eine von vielen möglichen Formen für eine friedensstiftende, internationale politische bzw. wirtschaftliche Organisation. Man kann deshalb durchaus „pro-europäisch“ sein und trotzdem gegen die EU in ihrer heutigen Form.

Aber für bestimmte politische Kreise ist der Sprachgebrauch natürlich sehr bequem. EU-Kritiker als „europafeindlich“ zu bezeichnen, ist viel wirksamer für die öffentliche Meinung. Besonders EU-Politiker aller Ränge bedienen sich öfters dieses bewusst gewollten Keulenschlags. Die Frage, wem dies nutzt, ist leicht zu beantworten. Und das gilt auch, wenn man „Europa“ nicht als Kontinent, sondern als „Vision“ oder „Idee“ begreifen will. Auch eine solche kann auf unterschiedliche Weise verwirklicht werden. Ich bin ein überzeugter Anhänger dieser Vision und die Organisation „EU“ hat ihre Daseinsberechtigung durch große historische Verdienste erworben.
Gewisse Entwicklungen kann man aber durchaus kritisch sehen, wodurch man sicher nicht zum „Europafeind“ wird.

Hartmut Blechschmid,
Perg

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Artikel 07. Februar 2018 - 18:52 Uhr
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