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Die Arbeitslosen und der Generalverdacht

Warum stellen die Granden der Wirtschaft, wie Herr Dr. Prugger und neuerdings auch der Bundeskanzler, alle Arbeitslosen unter Generalverdacht?

Gerade die medialen Dokumentationen der letzten Zeit zur Langzeitarbeitslosigkeit der über 50-Jährigen zeigten, dass diese Menschen oft über 100 Bewerbungen schreiben und keine Antworten bekommen oder Schulungen absolvieren, ohne dass diese zum Erfolg im Sinne einer Einstellung führen.

Oft sind es gerade diese Menschen, die zum Erfolg eines Wirtschaftsbetriebs beigetragen haben. Und weil sie zu teuer geworden sind (= den Gewinn schmälern) oder auch krank, werden sie fallengelassen. Wo bleibt hier die Solidarität? Wo das christlich-soziale Handeln? Wo bleiben die, die zwar nach Abschaffung der Notstandshilfe schreien und denjenigen, die so betroffen sind, auch Jobangebote machen?

Es wäre wichtiger, sich Arbeitslosigkeit differenziert anzusehen, als alle über einen Kamm zu scheren. Menschen, die lange arbeitslos sind und arbeiten wollen, neigen dazu, krank zu werden, und kosten uns alle enorme Summen, die sich dann in den Gesundheitsausgaben verstecken. Ein Ausnutzen des Sozialstaats sollte dort verhindert werden, wo sich Menschen bewusst für die Arbeitslosigkeit entscheiden, um vom Arbeitslosengeld trotz Alternative zu leben.

Dr. Michael J. Merl, Gramastetten

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Artikel 11. Januar 2018 - 19:32 Uhr
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