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Dann würde auch das „Grüß Gott“ hinterfragt werden

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Schönborn, wertet als Sprecher der Bischofskonferenz die Vollverschleierung als gesellschaftlich unerwünschtes Verhalten, spricht sich aber gegen ein „übertriebenes gesetzliches Verbot“ aus.

Mit der Verhüllung oder Unkenntlichmachung werden ganz bestimmte Signale ausgesendet und Absichten verfolgt. Ob dies aus religiösen Gründen oder zur Unkenntlichmachung bei gesetzeswidrigen Handlungen erfolgt, ist nicht entscheidend. Unsere Gesellschaft ist eine offene, und das wahre Gesicht wird nicht durch eine Stoffverhüllung verschleiert. Das soll so bleiben, wenn notwendig, auch gesetzlich verordnet.

Dass die Bischofskonferenz keine gesetzliche Regelung haben will, ist bei genauerer Betrachtung verständlich. Burka und Ganzkörperverschleierung stehen für die islamische Glaubenszugehörigkeit. Beide werden als religiöses und politisches Signal genutzt und haben daher im öffentlichen Leben und in einer säkularen Gesellschaft keine Berechtigung. Die Bischofskonferenz spricht sich jedoch hier gegen ein übertriebenes gesetzliches Verbot aus.

Könnte es sein, dass die katholische Kirche keine Diskussion über religiöse Zeichen und Signale lostreten will? Denn damit würde auch die Frage nach dem Kruzifix in öffentlichen Bereichen gestellt werden. Oder gar die Frage nach dem Alltäglichen, wenn oftmals auch gedankenlos ausgesprochenen „Grüß Gott“.

Franz Peer, Linz

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Artikel 20. März 2017 - 18:28 Uhr
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