01. Oktober 2017 - 18:25 Uhr · Günther Hoppenberger · Leserbriefe

Chancenlos

Das ernüchternde Zahlenmaterial der Statistik-Austria (an die 300 Milliarden Schulden) belegt beispielhaft die Chancenlosigkeit jeder noch so wohlmeinenden Politik.

Wenn Rahmenbedingungen und Freiheitsgrade, mit denen Politik gestaltend wirken kann, nicht an die Zeitnotwendigkeiten angepasst werden, ist es tatsächlich völlig egal, wer regiert.

Es ist verwunderlich, dass von keiner Partei erkannt wird, dass alle gesellschaftspolitischen Probleme ihren Ursprung in der versagenden Geldordnung haben. Die globale Finanzarchitektur müsste längst schon von unserem derzeitigen Passivgeld (Schuldgeld) zu einem Aktivgeld transformiert werden, das einzig und allein von einer demokratisch zu kontrollierenden Institution („Monetative“ als vierte staatliche Gewalt) geschöpft werden dürfte. Eine Gesellschaft ohne Geldhoheit kann sich niemals als souverän betrachten.

Weiß der Teufel, weshalb sich kein Staat und keine Partei – nicht einmal in Vorwahlzeiten – an dieses Thema heranwagt.

Dr. Günther Hoppenberger, Lifesense-Zirkel, Linz

Quelle: nachrichten.at
Artikel: http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/leserbriefe/Chancenlos;art11086,2693961
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