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Auf Pump

Bevor man sich darüber aufregt, wenn eine Regierung kurzsichtige Leichtsinnigkeiten korrigiert oder komplett zurücknimmt, sollte man sich Zeit für einen genaueren Blick nehmen.

Aktuelles Beispiel, die unangebrachte und zu laute Aufregung über die Einstellung des Beschäftigungsbonus und der „Aktion 20.000“.

Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen. Sparen macht gerade in Zeiten wie diesen Sinn, und Schulden sind nicht etwas Herrliches, was regelmäßig vermehrt werden muss.

Die Rücknahme der Beschäftigungsmaßnahmen macht allein deswegen Sinn, weil es sich bei näherer Betrachtung um eine Arbeitsplatzschaffung auf Pump in Krisenzeiten handelt. Bei Wirtschaftskrisen kann das eine sinnvolle Maßnahme sein, mit dem logischen Ablaufdatum.

Das Weiterführen des Beschäftigungsbonus wäre zu einer unnötigen milliardenschweren Förderung für Unternehmen geworden, die jetzt ohnehin expandieren und neue Arbeitskräfte brauchen.

Auch die „Aktion 20.000“ hat nichts mit zielorientierter Politik zu tun. Glaubt bitte etwa wirklich jemand tatsächlich, dass man der Arbeitslosigkeit mit auf Pump finanzierten staatlichen Arbeitsplätzen den Kampf ansagen kann?
Politik kann keine Arbeitsplätze schaffen. Politik kann nur für möglichst ideale Rahmenbedingungen sorgen.

Christian Stafflinger, Linz

 

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Artikel 04. Januar 2018 - 18:27 Uhr
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