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Wir rauben die ganz oben aus

Nicht wenige politische Forderungen werden im Wissen erhoben, dass sie niemals verwirklicht werden müssen. In diese Kategorie – „nicht ernst gemeint, aber bei meiner Klientel hochwirksam“ – fällt Josef Ackerls diese Woche erneuerter Vorstoß, ...

10 Kommentare 06. Februar 2010 - 00:04 Uhr
Kommentare zu diesem Artikel
haspe1 (4954)
09.02.2010 23:14 Uhr
Wer ist ein "Leistungsträger" und was darf er...

Neben der Binsenweisheit, dass die breite Masse das größte Steuervolumen entrichtet, wird in diesem Artikel wieder mal der ominöse "Leistungsträger" beschworen, der offenbar schwer arbeitet und viel verdient. Es sollte erwähnt werden, dass das Grundproblem bei uns NICHT die Steuergerechtigkeit ist, sondern die Einkommensgerechtigkeit. Es gibt Menschen, die arbeiten fleißig und brav und verdienen damit nicht mal genug, um davon leben zu können. Nicht nur Hilfsarbeiter, sondern auch Akademiker (z.B. Konzipienten beim Anwalt etc.). Das sind laut Herrn Mandlbauer wohl KEINE "Leistungsträger". Dann gibt es Menschen, die haben wenig Kompetenzen, wenig Anstand und wenig Leistung vorzuweisen, aber gute "Kontakte". Typische Proponenten: Die Haider-Ex-Buberlpartie. Diese Personen verdienen Millionen durch Verkauf von Insider-Infos, Provisionen für dubiose Riesengeschäfte etc. Das sind sicher die "Leistungsträger", verdienen sie doch Unsummen mit wenig Leistung.

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haspe1 (4954)
09.02.2010 23:19 Uhr
Leistungsträger 2)

Bringen Sie doch mal seriöse Berichte über die unglaubliche Ungerechtigkeiten bei der Einkommensverteilung, DAS ist das Hauptthema. Ob die Steuern für Viel/Wenigverdiener gerecht verteilt sind, ist ein Problem zweiter Ordnung. Aber dass diese Berater/Lobbyisten/Profitjäger/Spitzenmanager nicht 10 oder 20 mal so viel verdienen, wie eine Supermarktverkäuferin, sonder eher 100 mal so viel, scheint ein Grundsatz der Wirtschaft zu sein, den niemand hinterfragen darf. So eine Art wirtschaftsgötlliches Dogma. Also legen Sie ihre Scheuklappen ab, und hinterfragen einmal die Einkommensverteilung, nicht immer nur die Steuerverteilung. Ich bin gespannt darauf.

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jakob.huber (1)
09.02.2010 08:30 Uhr
Und das schimpft sich Wirtschaftskompetenz?

Dieser Hetzartikel zeigt wie die OÖN für Propagandaschlachten missbraucht werden und, dass es mit Mandlbauers Wirtschaftskompetenz nicht weit her sein kann (http://blogs.webzeilen.net/huber/2010/02/08/und-das-schimpft-sich-wirtschaftskompetenz/
).

Vielleicht will sich Mandlbauer tatsächlich mit der Rolle desjenigen begnügen, dessen Kommentare den Papierkorb befüllen. Wahrscheinlicher ist, dass er sich selbst als Spitzenverdiener sieht (immerhin steht er ja an der Spitze und so …) und deswegen so verbissen gegen höhere Spitzensteuern ankämpft. Darauf hat es Mandlbauer angelegt, Nebenwirkungen sind für diese Effekte eingepreist, Vernebelung, Ablenkung von wahren Steuerproblemen, Irreführung werden in Kauf genommen.

Lieber Herr Mandlbauer, es tut mir leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass es doch einige Leute in Österreich gibt, die sehr viel mehr als Sie verdienen - Sie können beruhigt sein, Joschi Ackerl hat es nicht auf Sie abgesehen.

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Begriffenfeldt (2)
07.02.2010 10:59 Uhr
wer raubt wen aus?

"Wir rauben die ganz oben aus". Ein oö Landespolitker stellt eine bundespoltische Überlegung an und das ist dann das Thema, dessen sich der Chefredakteur annehmen muss, weil sich sonst so gar nichts tut. Von einer Krise, einer sich immer weiter öffnenden Schere bei Einkommen und Vermögen und von der Subventionierung der Reichen durch die Armen hat er anscheinend auch noch nichts gehört. Und wer sind "Wir"? Herr Mandlbauer raubt sich selber aus? Oder verdient er so wenig, dass er zusätzliche Streicheleinheiten vom Scharinger braucht? Von mir aus gerne, die wären hier wenigstens erwünscht und unter Männern wohl finanzieller Natur. Vielleicht wäre auch eine Veränderung notwendig, unzureichend kompetente Leute soll man ziehen lassen, die werden nicht glücklich in ihrem Job. Unglück ist auch in der Leserbriefredaktion spürbar, dort sollte schon jemand sitzen, der lesen kann: http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/leserbriefe/art11086,329802.
Diese Inkompetenz macht grantig.

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cicero (4042)
06.02.2010 23:39 Uhr
Hohe Steuern auf Spitzeneinkommen

Der liebe Ackerl will alles über die "Steuerschraube" lösen.

Die Sozialdemokratie hat aber ganz woanders versagt:
Die Schere zwischen Spitzeneinkommen & Mittelschicht & normalen "Hacklern" ist gewaltig auseinandergegangen !

Die liebe SPÖ hat dazu keine "sozialpolitischen Konzepte" gehabt.
Was man gemacht hat war folgendes:
Eigene Politiker in Versorgungposten geschoben (fragt nach bei E.Haider).
Funktionäre noch schnell "bestens versorgt".

Modern geworden sind schon früher die "Nadelstreif-Sozialisten":
z.B. Vranitzky, mit 3 satten "Bankabfertigungen" !!
Das ist "wahre Sozialpolitik" !

Und diese Nehmer wundern sich über "Stimmenverluste" ??

Das "Stimmvieh" wählt auf einmal "falsch" ??

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eulenauge (16071)
06.02.2010 16:32 Uhr
70 Prozent klingt viel, ist aber für viele

Steuerzahler schlicht Realität. Nur wird halt bei "Dienstnehmern" mit Hilfe der "Dienstgeberbeiträge" die wahre Steuerbelastung verschleiert, ja die Sozialversicherungssteuern werden meist erst gar nicht in die Steuerstatistik aufgenommen.

Ab der Höchstbemessungsghrundlage ist keine Sozialversicherungssteuer mehr zu entrichten - ein Steuerprivileg der Oberen Zehntausend.

70 Prozent Spitzensteuersatz hieße nur, daß jene, die ein Vielfaches der Höchstbemessungsgrundlage verdienen, den selben Steuersatz zu entrichten hätten wie die Durchschnittsverdiener.

Schlußendlich: Auch Verbrauchssteuern wie Mehrwert-, Mineralöl-und Biersteuer müßten in die Steuerstatistik einbezogen werden - für "Investments" gibt's natürlich keine Steuer, auch nicht für die weitverbreitetste Einkommensart, die Erbschaft.

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unbekannt (480)
06.02.2010 20:02 Uhr
@exakt

man müsste auch den weiteren besitz eineziehen, die oberen einkommensklassen besitzen auch die meisten wertpapiere, den größten grund und bodenbesitz, erhalten dafür aber auch alle bildungs- und gesundheiostlesitungen zum selben beitrag bezogen auf das erwerbseinkommen. dass manche so gierig sind, das auch noch dem öst. staat zu entziehen (obwohl sie die benefizien des wohlfahrtsstaates serh wohl nützen) ist ein skandal und eigenartig, dass das auch noch bedauert wird, wenn sie mehr zahlen müssten. (soviel zur unabhängigkeit der medien... grinsen
das problem liegt vermutlich woanders - es gäbe vermutlcih wieder genug schlupflöcher für die geldeliten, sich zu drücken.
, dass ein herr ackerl das ventiliert ist lächerlich, weil er es ohnedies nie durchsetzen könnte, weil er vermutlich nicht einmal will - ohne die eigenen stiftungen in verlegenheit zu bringen

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. (Mahatma Gandhi)

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lenker (11)
06.02.2010 16:07 Uhr
"Wir rauben die ganz oben aus"

Natürlich ist das ein Blödsinn ! Aber bei einem Teil der Mitmenschen fällt die Botschaft auf fruchtbaren Boden, 9 Monate pro Jahr für den Staat zu arbeiten. Meine Botschaft : Diese Supergagen müssen drastisch gesenkt werden und parallel dazu auch gleich die Steuern, denn dann haben die Bezieher von solchen zweifelhaften Supergagen wiederum das Gleiche im Börsel ! Bei Golfspielern und Rennfahrern gilt das nicht, die sollen weiterhin so viel verdienen, denn die werden ja als Freizeitstars indirekt von eben diesen neidischen Mitmenschen so hoch bezahlt !

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unbekannt (480)
06.02.2010 14:51 Uhr
@

nicht wenige Zeitungskommentare werden im Wissen geschrieben, dass nicht viel darüber nachgedacht wird.
9 Monate für den Staat - gibt der Staat denen nichts?
Millionengehälter, obwohl kein Mensch 30 oder 40 mal mehr arbeitet, mehr Verantwortung hat usw. usw.
vielleicht einmal auch das lesen
http://www.arbeit-wirtschaft.at/servlet/ContentServer?pagename=X03/Page/Index&n=X03_1.a_2004_02.a&cid=1186413132540

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eulenauge (16071)
06.02.2010 16:37 Uhr
Herr Mandlbauer schreibt im Wissen,

daß er nur seinen Job macht. Damit ist er in bester Gesellschaft - auch in der des Herrn Ackerl: Beide werden dafür bezahlt, für die Galerie Stimmung zu heuch... äh, machen.

Also werden die altbekannten Phrasen gedroschen - und dabei das Lied der Innovation gesungen.

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