Kandidaten werden vorgeschlagen, die Mehrheit davon wohl weiblich, sie werden um ihre Bereitschaft gefragt und werden dann am 18. März auch kandidieren.
Nicht für hochbezahlte Posten, nicht für stundenlange himmlische Halleluja und Beweihräucherungen, sondern für beinharte Knochenarbeit. Sie erklären sich bereit, den Laden Pfarre zu schaukeln. Inhaltlich, finanziell, oft sogar liturgisch, wenn kein Priester mehr im Ort ist oder der anwesende Geistliche mit mehreren Nachbarspfarren zu teilen ist. Pfarrgemeinderäte kümmern sich um das Getriebe des Motors Pfarre, der oft nur ihretwegen so problemlos schnurrt.
Pfarre ist Heimat
„Gut, dass es die Pfarre gibt“, sagen viele und meinen das auch so. Vielleicht sogar manche, die überhaupt nicht oder nicht mehr Mitglied der katholischen Kirche sind. Sie nutzen die Pfarrbibliothek, sie schicken ihr Kind in den Pfarrkindergarten, sie finden im Kirchenchor eine stimmliche und soziale Herausforderung, sie sind dankbar für eine persönliche Beerdigung eines Verwandten und vieles mehr. Pfarre bietet mehr als die politische Gemeinde bieten kann. Pfarre bietet Gemeinschaft. Pfarre ist Heimat in Oberösterreich.
Pfarre ist aber auch anstrengend. Gute Arbeit braucht stundenlange Gespräche, Sitzungen und Büroarbeit. Die Bereitschaft von Oberösterreichern, sich hier zu engagieren, ist enden wollend. Berufliche Unvereinbarkeiten werden geltend gemacht, vielleicht auch die Sorge, sich auszusetzen und sozial zu schädigen, wenn kirchliches Engagement bekannt wird.
Die Zeiten, wo es ehrenhaft war, sich für Anliegen von Kirche(n) zu engagieren, scheinen mir zumindest vorerst vorbei zu sein. Schuld daran ist nicht nur die oftmals beklagte Individualisierung. Auch die katholische Kirche selbst hat daran ihren Anteil: Stichwort Missbrauchsskandal, Stichwort Gleichstellung der Frauen, Stichwort Zölibat, Stichwort, Stichwort, Stichwort…
Einen Beitrag leisten
Sich breitklopfen zu lassen für eine Kandidatur zum Pfarrgemeinderat könnte der Start sein, Kritiken dieser Art dort anzubringen, wo sie hingehören, und selbst zu versuchen, ein besseres Beispiel abzuliefern. Und damit auch einen Beitrag dafür zu leisten, das angekratzte Kirchenbild zu korrigieren, vielleicht sogar zu modernisieren. Kirche kann nur funktionieren, wenn die Basis lebt. Sie ist die Brutstätte für dringend notwendige Veränderungen in den über ihr liegenden kirchlichen Etagen. Der Wille der Basis ist auf Dauer nicht zu überhören.
Engagement für kirchliche Anliegen an der Basis bringt aber auch Gewinn. Nicht nur für die unterstützten Projekte, sondern ganz subjektiv für jeden Gewählten. Gemeinschaft wird erlebbar, ein konkretes Ziel ist anzustreben, konkrete Aufgaben sind zu bewältigen. Das Leben des Einzelnen wird reicher.
All edie so besorgt über die Röm.Kath Kirche besorgt sind haben das Pech dass es niemand interessiert und schade ist um die Zeit ist Quantum, potes tantum aude Vergelts gott
..klar, Frau sein heißt noch immer in der Kirche, zuständig für Arbeiten, die einem Papst und seiner ganzen patriarchalischen Hierarchie nicht in den Sinn käme. Der Häuptling im Vatikan ist mehr als überflüssig mit seiner ganzen scheinheiligen Crew.
Die r.k. Kirche ist reich genug, der Vatikan sitzt am Geld, die Kirche wird vom Staat genug subventioniert und das alles von Steuergelder, also, die aus der Kirche ausgetreten sind, zahlen nach wie vor fleißig mit.
Jährliche zwei Milliarden Euro Steuergelder werden an die Kirche verschenkt. Was die Pfarrkindergärten und sonst noch alles betrifft, da zahlt ja der Staat auch ordentlich mit, also was soll all das Gejammere. Wird höchste Zeit, dass die Kirche ordentlich mit den Finanzen umgeht und die Frauen auch die gleichen Möglichkeiten wie die scheinheiligen Patriarchen haben. Jahrtausende haben sie die Frauen unterdrückt und die Arbeiten, für die sich Männer zu schade sind, einfach an die Weiblichkeit abgeschoben.
Reformen,Reformen!!!
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