Dass Menschen rechts und links verwechseln, passiert tagtäglich und ist keine wirkliche Schande. Außerdem ist manches so extrem weit links, dass es eigentlich schon wieder rechts ist – oder umgekehrt. Oben und unten zu vertauschen, hat jedoch eine ganz eigene Qualität, kommt aber vor. Hier der Beweis.
In der Gmundner Tiefgarage, in der ich bereits einige meiner wahnwitzigsten Abenteuer zu bestehen hatte, wie sich Stammleser sicher erinnern können, stand neulich nicht nur ein von besoffenen Buben nächtens mit Feuerlöschschaum über und über besprühtes Auto, sondern irrte auch eine Dame verzweifelt herum. Sie begegnete mir auf Ebene 4 im Stiegenhaus, das ich – wie immer ein fröhliches Liedlein vor mich hinsummend und vier Stufen gleichzeitig nehmend – locker hinaufjoggte, während sie sich auf dem Abstieg befand. „Geht’s da unten zum Ausgang?“, fragte die Frau mich und damit den absolut Richtigen, war ich doch bereits während meines Militärdienstes als selten gewissenhafter und talentierter Navigator bei Kameraden und Vorgesetzten äußerst gefragt. Zusammen gelangten wir tatsächlich nach nur wenigen Minuten dorthin, wo sich bei einer Tiefgarage gemeinhin der Ausgang befindet, und waren glücklich, es geschafft zu haben.
Übrigens: Ich bekam eine Einladung zu den grenzübergreifenden europäischen Streuobsttagen im Innviertel. Kann mir jemand sagen, was einen dort erwartet? Abenteuer oder Mostkost?
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