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ÖH-Wahl: Die künftige Elite?

Die ÖH-Wahlen an den Universitäten und Hochschulen sind ein Armutszeugnis für die Studierenden.

An der Johannes Kepler Universität ging nur jeder Fünfte zur Wahl. Bei dieser Wahlbeteiligung ist das Ergebnis leider nebensächlich.

Dabei gäbe es an den Universitäten einiges zu verbessern. Die Studienpläne sind zum Teil überfrachtet. Die Möglichkeit, alle Übungen und Klausuren in der gewünschten Zeit zu absolvieren, ist noch immer massiv eingeschränkt. Bei den neuen Lehramtsstudien ist Orientierungssinn und Organisationstalent gefragt, um die Angebote an den verschiedenen Standorten unter einen Hut zu bringen. Das Betreuungsverhältnis zwischen Professoren und Studenten lässt eine Betreuung kaum zu, die diese Bezeichnung auch verdiente.

Wenn dann nur zwischen 20 und 25 Prozent zur Wahl gehen, muss man sich fragen, ob die jungen Leute resigniert haben oder einfach zu faul sind.

Der neue Wissenschaftsminister Harald Mahrer hat ob der enttäuschenden Wahlbeteiligung vorgeschlagen, die Abstimmungen auch online zu ermöglichen. Das ist ein netter Vorschlag. Aber er geht am Kern des Problems vorbei. Wenn die künftigen Akademiker, die zum Teil beanspruchen, die Elite des Landes zu sein, ihr Wahlrecht nicht wahrnehmen, ist das keine Frage der Elektronik oder des Internets, sondern eines Mangels demokratischer Gesinnung und politischer Bildung.

 

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Artikel Dietmar Mascher 19. Mai 2017 - 07:18 Uhr
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