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Süße Weltmacht

Red Bull und Linzer Schnitte als kulinarische Botschafter

Wir bilden uns zu recht viel ein auf unser gutes Essen, unsere Weine, unsere Biere, auf unsere Lebensmittel allgemein. Wenn wir verreisen, treffen wir weltweit in Top-Hotels, feinen Restaurants und auf Kreuzfahrtschiffen österreichische Köchinnen und Köche und Konditoren. Umso größer ist dann die Enttäuschung, wenn wir auf Wein- und Speisekarten im fernen Ausland so gut wie nichts aus Österreich finden.

Im Luxus-Dekadenz-zum-Quadrat- Hotel „Emirates Palace“ in Abu Dhabi zum Beispiel. Schön, da gibt’s Wolfgang Fischer (siehe nebenstehendes Interview), aber auf den voluminösen Weinkarten der vielen Restaurants des Hotels fand ich nur einen österreichischen Wein: Grüner Veltiner von Laurenz V. aus dem Kamptal, das Achterl 12 Euro.

Was aber gibt es im Hotel in jedem Restaurant und an jeder Bar? Red Bull.

Schön für Herrn Mateschitz. Aber der Energydrink als einzige allgegenwärtige Visitkarte Österreichs? Übrigens: In den Emiraten findet man öfter als den Energy-Bullen die Konkurrenten „Power Horse“. Das Image von Rindern ist in diesen Ländern eher mau, das Image von Pferden hingegen top. Ein „Red Kamel“ wäre wohl der Superhit.

Trost nach der Weinenttäuschung: Beim riesigen Dessertbuffet gibt’s eine Linzer Schnitte (Foto) und Apfelstrudel.

Immerhin süß sind wir Weltmacht.

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Artikel Peter Hirsch 01. März 2012 - 00:04 Uhr
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