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Pseudo-Pädagogik

Wissen Sie, was ich wirklich nicht ausstehen kann? Selbsternannte Experten oder Gutmenschen, die glauben, die Weisheit mit dem Kochlöffel gefressen zu haben und alle Welt damit zu belästigen versuchen.

Insbesondere als Mutter ist man oftmals mit diesen Pseudo-Pädagogen oder -Psychologen konfrontiert, die alles pauschal verurteilen und nur ihre Meinung als die einzig wahre betrachten. Reflexion unmöglich, Einsicht ebenso, Veränderung in Gedanken, Werken und Worten sowieso ausgeschlossen!

Diese Menschen sitzen dann da, setzen den gütigen Blick auf und dozieren über Kindererziehung, dass es nur so rauscht: Der Dreijährige altersgemäß agil, ein bisserl aggressiv und ziemlich locker im Umgang mit Schimpfwörtern? „Das muss am Umgang daheim miteinander liegen. Wie käme der Bub denn sonst drauf?“

Die Vierjährige verweigert die Aufnahme von Obst? „Na, wenn sie es zu Hause niemals sieht.“ Der Zehnjährige zum zweiten Mal in zwei Monaten erkrankt: „Ja, die Stadtluft. Wäre doch besser, ihr würdet am Land leben.“ Der Zwölfjährige etwa zu selbstbewusst? „Ach, habt ihr keine Werte vermittelt? Soziales Einfühlungsvermögen ist wichtig, wenn auch in unserer Welt offenbar nicht mehr gefragt!“

Was soll man mit derartigen Empfehlungen machen? Das Beste wird wohl sein, bei diesen Tipps und Ratschlägen auf Durchzug zu schalten. Oder ein bisserl nachfragen bei den Ach-so-G’scheiten und guten Menschen, wie’s denn bei ihnen zu Hause so zugeht. Bei den meisten ist alles nur Fassade. Und sie tun alles, wirklich alles, um diese stets in Pastell zu färben...

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Artikel 30. November 2009 - 00:04 Uhr
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