Endlich. Da ist doch tatsächlich eine Ortsgruppe, in diesem Fall die SPÖ Behamberg, über jenen Schatten gesprungen, den ihre Bundesparteiorganisation wirft. So wurde bei der Info-Veranstaltung zur bevorstehenden Volksbefragung alles andere denn einseitig über „Wehrpflicht versus Profiheer“ debattiert – weil neben dem Steyrer SP-Vizebürgermeister Willi Hauser auch Haidershofens Gemeindechef Manfred Schimpl, ÖVP, vertreten war.
Die Zuhörer, die sich zahlreich im Behamberger Kultursaal versammelt hatten, um dem Wortgefecht zu lauschen, bekamen erfreulicherweise beide Sichtweisen präsentiert. Wobei Hauser und Schimpl auch Antworten auf wichtige Fragen schuldig bleiben mussten. Ich hätte zum Beispiel gern gewusst, bevor ich am 20. Jänner meine Meinung kundtun soll, was denn in Zukunft die Herausforderungen des Bundesheers sind. Daraus ließe sich nämlich gut schließen, welches Personal benötigt wird.
Wüsste man darüber besser Bescheid, müsste freilich gar kein Volk mehr befragt werden. Was auch Schimpl und Hauser bestätigen. Beide sind sich sicher, es wäre besser gewesen, die Politik hätte in dieser Frage selbst eine Entscheidung gefunden.
Das Ergebnis der Volksbefragung ist von der Bundeswahlbehörde dem Nationalrat und der Bundesregierung vorzulegen. Es hat jedoch keine rechtlich bindende Kraft.
Nicht bindend? Dann ist es ja komplett wurscht, zu welchem Ergebnis das Volk, wer immer das auch sein mag, kommt.
Erst fragen und dann weiterwurschteln wie bisher, das ist unser Hoamatlaund. Die VB in Wien kostet angeblich 8 Mille, wie viel kostet der Bundesheerschaax?
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