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Von Reims bis Bad Vöslau

…so spannt sich der geschichtliche Bogen des Hauses Schlumberger, einer der führenden Schaumweinhersteller des Landes, welches in diesem Jahr 175 Jahre jung geworden ist.

Robert A. Schlumberger verbrachte nach dem Tod seines Vaters und dadurch bedingter Aufgabe seines Studiums seine berufliche Laufbahn in Reims, im Herzen der Champagne. Dort heuerte er bei der Kellerei von Ruinart an und brachte es in diesem Vorzeigeunternehmen bis zum Kellermeister.

So wie das Schicksal es wollte, lernte er auf einer Rhein-Schifffahrt die Tochter des Wiener Knopffabrikanten Kirchner kennen und folgte ihr der Liebe wegen nach Österreich. Von Wien nach Bad Vöslau war/ist es nur ein Katzensprung und folglich pachtete Robert Schlumberger ab 1842 einige Weingärten vom dortigen Zehenthof in Goldeck, um Schaumweine nach Champagnerart zu produzieren.

1862 war ein fulminantes Jahr für den aufstrebenden Betrieb: Der „Vöslauer Sparkling“ war auf der Weinkarte der Weltausstellung in London zu finden und in Österreich wurde die Marke zum k.u.k. Hoflieferanten. Etwa zur selben Zeit holte sich der umtriebige Kellermeister Rebstöcke aus Bordeaux in die heutige Thermenregion und so entstand einer der legendärsten Rotweine Österreichs: Schlumberger Cabernet Merlot. Der Vöslauer Sparkling allerdings mauserte sich zum „In Drink“ der Wiener High Society. Robert Schlumberger wurde folglich als „Edler von Goldeck“ in den Adelsstand erhoben.

Vier Generationen später verkaufte Mitte der 1970iger Jahre der kinderlose Robert Schlumberger das Unternehmen an die Underberg Gruppe. Jetzt befindet sich das Hauptaktionärspaket in Händen der Schweizer Holdinggesellschaft Saestre SA von Dr. Frederik Paulsen.

Heute sind die Qualitäsprodukte Schlumberger in der ganzen Welt zu Haus und am heimischen Markt fest verankert. Namen wie Schlumberger on Ice oder auch der neu dazugekommene Veltliner Sekt sind fixer Bestandteil der Getränkekarten und der hochkarätige Rotwein Cabernet Merlot schafft immer wieder Spitzenplätze bei diversen Bewertungen.

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Artikel Hans Stoll 05. Juni 2017 - 10:28 Uhr
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