Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 18. Dezember 2017, 02:28 Uhr

Linz: 0°C Ort wählen »
 
Montag, 18. Dezember 2017, 02:28 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Meinung  > Blogs  > Wein-Blog

Pannobile – Nobles aus Pannonien

Neun Individualisten sind sie, die Pannobile-Winzer und jährlich am ersten Septembersamstag organisieren sie eine fulminante Party.

Pannobile

Bild: Pannobile

Im Vordergrund steht dabei die Verkostung des neuen Jahrgangs der Pannobile-Weine, die jeder der neun beim Tag der offen Tür, streng beschränkt bis 17 Uhr, anbietet. Wer dann mit dem Verkosten nicht durch ist, sollte sich anschließend zur „After Work Party“ begeben, welche jährlich bei einem anderen der teilnehmenden Betriebe stattfindet.

Doch wie hat sich das mit Pannobile ergeben? Es war Mitte der 1980er Jahre, als sich eine neue Aufbruchstimmung unter der österreichischen Winzerschaft verbreitete. Durch das neue Selbstbewusstsein der Weinszene vertiefte man auch den Umgang mit den internationalen Rebsorten. Cabernet und Merlot einerseits und Chardonnay andererseits, war auf dem Markt gefragt und speziell im Bereich der Rotweine führte dies zwangsläufig zu einer Geschmacksvereinheitlichung.

Parallel dazu hatten einige Winzer aus der Golser Gegend das Bestreben, den Weinstil der Heimat im Geschmacksprofil hervorzuheben. Wie könnte es auch anders sein, für solche Vorhaben braucht es einen Winzerstammtisch damit man die Gedanken und Ideen in die richtige Richtung bringt. Und aus dieser Stammtisch-Idee ist 1994 die Umsetzung zum Projekt Pannobile entstanden: Aus heimischen Sorten sollen typische, hochqualitative Rot- und Weißweine dieser Gegend entstehen.

Hans „John“ Nittnaus stellte dazu seinen Kollegen Paul Achs, Matthias Beck, Hans Gsellmann, Gernot Heinrich, Matthias Leitner, und Helmut Renner den Namen Pannobile zur Verfügung, hatte er ja schon vorher eine gleichnamige Cuvée produziert. Etwas später vergrößerte sich der Kreis mit den neuen Weinkometen Gerhard „Pitti“ Pittnauer und Claus Preisinger.

O-Ton der Pannobilisten:

„Die Werkzeuge, die einen Wein in einen Pannobile verwandeln, sind die Augen, Nasen, Gaumen, Gehirne und Herzen von neun Winzern und der Bleistift für das alles entscheidende "Ja". Der Weg dorthin ist eine geheime Verkostung aus der nur jene Weine erhoben hervorgehen, welche die Herkunft, Persönlichkeit und den Charakter haben, der einen Pannobile auszeichnet. Punktum.“

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Kommentare anzeigen »
Artikel Hans Stoll 28. August 2017 - 06:43 Uhr
Mehr Wein-Blog

Total vernetzt – die Netzl's aus Göttlesbrunn

Begibt man sich von Wien Richtung Ungarischer Grenze, so wird die sanfte Landschaft des Arbesthaler ...

Die Pfneisl`s – oder: „Where the Hell is Kleinmutschen?”

Born to make wine – so lautet das Motto der Deutschkreutzer Weinbaufamilie Pfneisl und in Kombination von ...

Karl Steininger: Sekt ist der bessere Wein

Veltliner, Riesling, Sauvignon und Co., die gesamte Palette von Qualitätsrebsorten befindet sich im ...

Florian Eschlböck auf der Erfolgsspur

Florian Eschlböck – vom Sommelier zum Oberösterreichischen Weinmacher.

Hans „John“ Nittnaus – tief verwurzelt

Technik ist nicht unbedingt das Seine – Weine will er erzeugen, welche nur mit Erde, Sonne, Wasser und ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!