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Mal eine andere Ansichtssache

Der Kremstaler Winzer Franz Türk aus Stratzing geht bei der Etikettierung neue Wege.

Franz Türk in der seit 1214 bestehenden Top Lage Kremser Sandgrube Bild: Weingut Türk, Stratzing

Man steht vor seinem Weinschrank und ist auf der Suche nach einem passenden Wein, die Flaschen sind, wie es sich gehört (naja, beim Schraubverschluss könnte man darüber diskutieren) liegend gelagert. Selbige müssen in der Folge herausgezogen werden, um in die Auswahl des Genusses zu kommen. Meistens ist dieser Vorgang sehr mühsam und zudem auch noch ziemlich unpraktisch.

Der innovative Kremstaler Top Winzer Franz Türk aus Stratzing betreibt das traditionelle Familienweingut, welches auf eine 300-jährige Geschichte zurückblickt. Zur dargestellten Problematik hat er sich eine praktikable Lösung und darüber hinaus eine Weltneuheit einfallen lassen. Seit diesem Jahr etikettiert er seine Weinflaschen auch am Boden. Und das Ganze in sehr raffinierter Form: verschiedene Farben für unterschiedliche Rebsorten, Veltliner als Beispiel in Steingrau, Riesling in Marillen-Gelb und so weiter. 

Die innovative Neuigkeit aus dem Hause Türk: Etikettierung am Flaschenboden

Für Weine aus den Ersten Lagen gibt es diese Bodenetiketten in Gold, Silber oder Bronze. Und obendrauf zeigen die verschiedenen Farbtöne die vorhandene Struktur der Weine an: je heller der Farbton, desto leichter der Wein. Als besondere Produkte aus dem 17 Hektar großen Familienbetrieb dürfen die Grünen Veltliner der Riede Kremser Sandgrube (als Erste Lage bei den Österreichischen Traditionsweingüter eingestuft) bezeichnet werden. Diese bereits im Jahr 1214 erstmals urkundlich erwähnte Riede sollte allerdings niemals mit der in den 1950er Jahren entstandenen Großlage Kremser Sandgrube verwechselt werden.

Dass die Weine aus dem Hause Türk neben dem sehr hohen Qualitätsniveau, nunmehr etwas Unverwechselbares haben, dafür sorgt die beschriebene Bodenetikettierung. Beide Daumen nach oben für diese innovative Idee und der Art und Weise diese umzusetzen!

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Artikel Hans Stoll 14. August 2017 - 06:24 Uhr
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