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Links? Rechts? …oder doch beides?

Weltberühmt ist die Wachau, nicht erst seit der Zeit als der Landstrich entlang der Donau zwischen den Stiften Melk und Göttweig zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Mautern an der rechten Donauseite mit speziellem Mikroklima ausgestattet. Bild: Weingut Hutter

Imposanter Terrassenweinbau auf Glimmer- und Schieferstein, gepaart mit einer Kombination aus warmen pannonischem und kühlen kontinentalem Klima ergeben sich elegante Weine mit frischer Aromatik und feiner Mineralik.

Flussabwärts gesehen teilt sich das kleine, aber feine Weinbaugebiet in linke und rechte Seite. Welche davon bevorzugt wird, diese Frage stellt sich für manche Weinliebhaber  bei der Auswahl der Lagenweine ständig aufs Neue. Zugegeben: bis vor einigen Jahren glänzten – nicht nur medial – die populären Rieden auf der linken Donauseite mit ebenso populären Namen. Vom Klima bis vor wenigen Jahren ein wenig benachteiligt, führte hingegen die rechte Seite ein Schattendasein. Doch das hat sich in der letzten Zeit, bedingt durch die spürbare Klimaveränderung positiv verändert. Die Lagen an der rechten Seite neigen sich nach Norden und Osten, die Böden enthalten vorwiegend Braunerde, sandiges Schwemmland und auf den höheren Lagen einen reichen Kalkanteil. Die linke Seite wiederum ist hauptsächlich nach Süden ausgerichtet, verfügt über Gneis-, Glimmer- und Urgesteinsböden, kombiniert mit optimaler Sonneneinstrahlung ergeben sich finessreiche Fruchtsorten wie Grüner Veltliner und Riesling. Bei der Qual der Wahl für die Weinauswahl nach linker oder rechter Seite geht man allerdings keinen Kompromiss ein, wenn man sich für ein Weingut entscheidet, welches an beiden Ufern beheimatet ist: der Silberbichlerhof der Familie Hutter in Mautern! Seit 1748 machen hier Generationen der Familie Hutter Weine aus den bekannten Lagen beiderseits der Donau. Die Philosophie der Hutters hört sich einfach an , ist aber mit viel Mühen und Handarbeiten versehen. Man sucht das Natürliche und meidet das Künstliche, chemische Insekten- oder Unkrautbekämpfung ist hier tabu und im Keller wird so schonend wie nur möglich das handgelesene Traubenmaterial verarbeitet. Das Ergebnis sind frische und fruchtige leichte Weine der Kategorie Steinfeder, gehaltvolle, elegante Federspielweine und kraftvolle, noble Smaragde aus den bekannten Lagen beider Uferseiten. Ebenso in Mautern zu Hause: der weltberühmte Nikolaihof der Familie Saahs, die es bis heute einzigartig für ein Österr. Weingut zu 100 Punkten bei Robert Parker gebracht hat. Das auch die nächste Winzergeneration von der rechten Seite kräftig aufzeigt, dass beweist immer wieder der junge Winzer Georg Frischengruber aus Rührsdorf.  10 Hektar Weingärten werden rund um Rossatz betreut. Dichte, komplexe Rieslinge entstehen durch eine optimale physiologische Traubenreife und im Keller wird ausschließlich spontan vergoren. Monatelang liegt der Jungwein auf der Feinhefe und wird erst im Spätsommer des Folgejahres in die Flasche gefüllt! Das Ergebnis? Man kann das mehrere Male im Jahr direkt beim hauseigenen Heurigen verkosten. Selbiges gilt auch für Fritz Hutter: mehrmals im Jahr hat er seinen Atrium Heurigen geöffnet und der hohen Kulinarik steht nichts mehr im Weg. 

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Artikel Hans Stoll 12. Februar 2017 - 19:22 Uhr
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