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Johann Gisperg & die Burgundermacher

Sie sind eine verschworene Gemeinschaft von acht Winzern, leben südlich von Wien in der Thermenregion und pflegen ihre Weingärten im sogenannten Steinfeld: die Burgundermacher.

Die Burgundermacher

Johann Gisperg (ganz rechts) mit seinen Kollegen Leopold Auer, Günther Dopler, Heinrich Hartl, Andreas Heggenberger, Franz Landauer, Alfred Reinisch und Georg Schneider. Bild: Die Burgundermacher

Seit nunmehr 15 Jahren gibt es diese Vereinigung und ihre primäre Leidenschaft gilt den Burgundersorten Pinot Noir und St. Laurent. Jedes Produkt reflektiert die Persönlichkeit des Winzers und des Terroirs auf höchstem Niveau. Einer aus dieser Gruppe ist Johann Gisperg jun. aus Teesdorf. Der Gewinner des VINEUS Award in der Kategorie Newcomer sieht sich als Netzwerker unter den jungen Winzern und verleiht dem Weinbaugebiet durch seine diversen Aktivitäten wie beim abgehaltenen WineBeats (Ein Clubbing der besonderen Art) ein jüngeres, moderneres Image. Der Tradition einerseits verpflichtet und dem Neuen durchwegs aufgeschlossen, verfolgt er bei seinen Weinen in puncto Sortenvielfalt und Individualität höchstes, anerkanntes Niveau. Mit den autochthonen Sorten St. Laurent und der „Diva“ Pinot Noir beschreitet er neue Wege. Gerade letztere Sorte ist eine echte Challenge für jeden Winzer. Fäulnisanfällig, dünne, verletzliche Beerenhaut und vieles mehr, verlangt diese Sorte dem Önologen alles ab. Dafür wird man mit intensiven, mineralischen Noten belohnt wie kaum bei einer anderen Sorte.

Ähnlich, aber nicht ganz so kapriziös verhält es sich mit St. Laurent, Österreichs autochthone Antwort auf das Burgund. Feine Würze und dunkle Steinobstnoten verleihen dem Wein seinen Glanz. Bei Johann Gisperg kann das gesamte sensorische Klavier gespielt werden. St. Laurent und Pinot Noir gibt es in den Kategorien Klassik – ausgebaut in großen Holzfässern – bis zur Exclusiv-Reihe. Diese Weine sind in Barrique-Fässern gereift und präsentieren sich als absolute Langstreckenläufer.

Dass der junge Komet am Winzerhimmel auch mit den internationalen Sorten bestens umgehen kann, beweist er mit der Cuvée Terroir de Pierre. Hier dürfen sich zu den heimischen Sorten noch Cabernet und Merlot dazugesellen. Apropo gesellen: wer in diese Gegend kommt, dem wird empfohlen dies zur Öffnungszeit des von der Winzerfamilie geführten Heurigen zu tun. Genuss und Geselligkeit sind dabei garantiert.

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Artikel Hans Stoll 05. Februar 2018 - 06:02 Uhr
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