Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 12. Dezember 2017, 13:00 Uhr

Linz: 3°C Ort wählen »
 
Dienstag, 12. Dezember 2017, 13:00 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Meinung  > Blogs  > Wein-Blog

Ja dürfen`s denn das? Riesling aus dem Burgenland?

Überraschungen gelingen nur dann, wenn man sie nicht erwartet. So geschehen neulich, bei der Burgenland-Weinpräsentation in Linz.

Leo Sommer auf der Riesling Lage Bergweingarten Bild: Weingut Sommer

Leo Sommer jun. aus Donnerskirchen überraschte dabei mit einem Riesling aus seiner Lage Bergweingarten. Gut, dass „die Sommers“ hervorragende Grüne Veltliner machen ist ja längst kein Geheimnis mehr, aber Riesling? Und das aus dem Burgenland? Ja, sie dürfen!

Donnerskirchen, an den Südosthängen des Leithagebirges gelegen, ist vom kontinental (kühlen) und pannonischen (warmen) Klima geprägt. Zudem sorgt der Neusiedlersee für eine temperaturausgleichende Wirkung. Optimale Wachstumsbedingungen also, welche den Trauben und Rebstöcken an den Hängen, Aromatik und Frische verleihen.

Mit der Lage Bergweingarten verknüpft sich eine optimale Symbiose von kargen Schieferböden und verwitterten, durchwurzelten Urgesteinsböden. Die Rebstöcke selber sind etwa 25Jahre alt und deren Wurzeln dürften nun ihre Endposition erreicht haben - ein Faktor, der für Geschmacksstabilität sorgt.

Und die Winzerfamilie achtet sehr genau darauf, dass der Umgang mit den Weingärten in Balance und Ehrfurcht von statten geht, auch wenn die Rebstöcke Herausforderungen brauchen, unter denen sie sich bewähren müssen, Stress ist dabei allerdings nicht angesagt, und darauf achtet die Winzerfamilie im besonderen Ausmaß.

Die Sommers mit sonnigem Lächeln - von links: Leo Sen., Silvane, Michael und Leo jun. Sommer (Weingut Sommer)

Beim Verkosten gefiel besonders gut der kräftige Riesling Handwerk vom 2015er Jahrgang. Ausdrucksstark, elegant, spürbare Schiefer-Mineralik und eine cremige Fülligkeit vom langen Hefekontakt und zarter, großer Holzbegleitung. Optimal in Kombination zu Kalbsfleischgerichten mit cremigen Saucen.  

Für Genießer, die es etwas leichter haben wollen: der Bergweingartenriesling vom Jahrgang 2016, gute Balance, schön ausgereift, sortentypische Frucht in der Nase und frische am Gaumen mit moderaten Alkoholgehalt.

Beide Daumen nach oben und, JA! Dieser Riesling aus dem Burgenland kann was! 

Kommentare anzeigen »
Artikel Hans Stoll 13. März 2017 - 06:34 Uhr
Weitere Themen

Total vernetzt – die Netzl's aus Göttlesbrunn

Begibt man sich von Wien Richtung Ungarischer Grenze, so wird die sanfte Landschaft des Arbesthaler ...

Die Pfneisl`s – oder: „Where the Hell is Kleinmutschen?”

Born to make wine – so lautet das Motto der Deutschkreutzer Weinbaufamilie Pfneisl und in Kombination von ...

Karl Steininger: Sekt ist der bessere Wein

Veltliner, Riesling, Sauvignon und Co., die gesamte Palette von Qualitätsrebsorten befindet sich im ...

Florian Eschlböck auf der Erfolgsspur

Florian Eschlböck – vom Sommelier zum Oberösterreichischen Weinmacher.

Hans „John“ Nittnaus – tief verwurzelt

Technik ist nicht unbedingt das Seine – Weine will er erzeugen, welche nur mit Erde, Sonne, Wasser und ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!