Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 18. Dezember 2017, 13:48 Uhr

Linz: 0°C Ort wählen »
 
Montag, 18. Dezember 2017, 13:48 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Meinung  > Blogs  > Wein-Blog

Halbvoll? Fast leer oder doch besser ausgetrunken?

Ist eine Flasche Wein schon mal geöffnet, dann sollte diese auch kurzfristig ausgetrunken werden. Manche Weine sind allerdings auch in der Flasche länger als vermutet haltbar.

Bild: ÖWM

Bleibt ein noch so kleiner Rest des Weines in der geöffneten Flasche zurück, so will man klarerweise diesen nicht einfach wegschütten. Daher ist es am Wichtigsten, diesen so gut wie es eben geht luftdicht zu verschließen. Klar ist: je mehr Inhalt sich in der Flasche befindet, desto länger hält sich der vergorene Rebensaft auch fit. Selbiges gilt auch für die Formel: je kräftiger desto länger haltbar. Wichtig ist dabei, dass die angebrochene Flasche auf alle Fälle im Kühlschrank aufbewahrt wird – gilt übrigens auch für Rotweine.

Ist die Flasche halbvoll, dann werden gehaltvolle Weißwein 2-3 Tage „überleben“, bei wuchtigen Rotweinen (mehr als 13,5% Alkohol) können sich die nächsten 4-6 Tage genussvoll sehr spannend darstellen. Die Ursache, weshalb offene Weine relativ leicht schadhaft werden, liegt im Angriff des Sauerstoffs auf das Aroma - dieser fördert die Oxidation. Diese Entwicklung wird allerdings durch die Frische im Kühlschrank verlangsamt. Umstritten ist allerdings der Einsatz diverser technischer Hilfsmittel, wie zum Beispiel das Benutzen einer Vakuumpumpe. Richtig ist, dass mit diesem Gerät ein Großteil des Sauerstoffes entfernt werden kann, aber das Aroma des Weines wird höchst wahrscheinlich auch darunter leiden, speziell wenn es sich um eine sehr sensible Rebsorte wie Pinot Noir handelt.

Eine Möglichkeit wäre zudem, den Wein in ein kleineres Gebinde umzufüllen und diese Kleinflaschen sollten sofort gut verschlossen werden. Für Süßweine, welche ohnehin nur in kleinen Mengen genossen werden, habe ich einen speziellen Tipp: am Besten das Volumen der geöffneten Flasche mit Glasmurmeln auffüllen und wieder verschließen, dann kann der Süßwein sogar einige Monate fit bleiben. Allerdings gilt für jeden Kulinariker ein Grundsatz: nur leere Flaschen sind voll mit Geschichten!   

Kommentare anzeigen »
Artikel Hans Stoll 10. Oktober 2016 - 06:19 Uhr
Mehr Wein-Blog

Leithaberg DAC: Erstes glyphosatfreies Weinbaugebiet

Glyphosat, jenes (unter schwerstem Verdacht stehende) krebserregende Unkrautvernichtungsmittel, welches ...

Total vernetzt – die Netzl's aus Göttlesbrunn

Begibt man sich von Wien Richtung Ungarischer Grenze, so wird die sanfte Landschaft des Arbesthaler ...

Die Pfneisl`s – oder: „Where the Hell is Kleinmutschen?”

Born to make wine – so lautet das Motto der Deutschkreutzer Weinbaufamilie Pfneisl und in Kombination von ...

Karl Steininger: Sekt ist der bessere Wein

Veltliner, Riesling, Sauvignon und Co., die gesamte Palette von Qualitätsrebsorten befindet sich im ...

Florian Eschlböck auf der Erfolgsspur

Florian Eschlböck – vom Sommelier zum Oberösterreichischen Weinmacher.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!