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Ein wenig „Kekes“ vom Frankos

Blaufränkisch heißt der Star, welcher über manche Irrwege in unsere Breiten gefunden hat. Und wir verdanken der Österr. Leitsorte mehr als internationale Anerkennung.

Kekfrankos wird er in Ungarn bezeichnet und die Geburtsstunde für diese spätreifende Sorte dürfte im Mittelalter geschlagen haben. Kaiser Karl der Große (742-814) ordnete damals an, die guten (Fränkischen/Frentschen) Sorten von den weniger guten (Hunnischen/Huntschen) Sorten zu trennen. Daraus sollte sich dann im Laufe der Jahrhunderte der Blaue aus dem Fränkischen entwickelt haben. 

1632 in Colmar im Elsass erstmals urkundlich erwähnt, trat diese, an sich spätreifende Traube, ihre Reise in Richtung Osten an. In Württemberg als Lemberger bzw. Limberger bezeichnet, wurde er bei uns 1777 als „Edle Sorte“ eingestuft.

Heute bieten wir der lockerbeerigen Traube im Wesentlichen drei exzellente Gebiete an und „Winzer mit Handwerk“ erreichen erstaunliche, international beachtete Top-Weine. Auf der Westseite des Neusiedlersee ist es der Leithaberg mit seinen Kalk-Schieferböden, im Mittelburgenland sind es die schweren Lehm-, Ton und Geröllböden  und am Eisenberg – wie könnte es anders sein – bieten eisenhältige Lehm-Schieferböden den optimalen Untergrund. Gepaart mit durchschnittlich 300 Sonnentagen jährlich ergibt das eine optimale Terroir-Melange.

Dazu ein spannender Verkostungstipp: je einen Blaufränkisch aus den jeweiligen Gebieten (Leithaberg, Mittelburgenland und Eisenberg) in der Kategorie „Klassik“ verkosten, um dabei das Geschmacksprofil der Herkunft festzuhalten. Der zweite 3er Flight (so nennen wir das, wenn 3 Weinen nebeneinander verkostet werden) sollte das Premiumsegment aus den Gebieten sein: Leithaberg DAC, Mittelburgenland DAC Reserve und Eisenberg DAC Reserve. Dabei wird schon die internationale Stilistik sehr gut herausgearbeitet. Zu guter Letzt wären dann noch die Flaggschiffweine, jene die nur von den besten Jahrgängen produziert werden, an der Reihe. Meine speziellen Favoriten dazu sind  vom Leithaberg der „Tannenberg“ von Hans  „John“ Nittnaus, „Cupido“ vom Weingut J.Heinrich und last but not least der „Perwolff“ aus dem Hause Krutzler in Deutsch-Schützen. Spätestens dann ist man davon überzeugt, dass wir uns schon in das internationale Schaufenster stellen können. 

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Artikel Hans Stoll 21. November 2016 - 07:07 Uhr
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