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Dem Riesling so „nahe“

Denkt man an Kitzeck so hat man Bilder von Steillagen, Klapotetz und Buschenschank vor den Augen. Aber nicht zwingend einen Blick auf einen Riesling aus der Steiermark.

Das Anlagen der Steillage Edelschuh als harte Handarbeit Bild: Weingut Wohlmuth Kitzeck

Generell wird davon ausgegangen, dass die besten Rieslinge aus Deutschland kommen. Rheingau, Mosel, Saar und von der Nahe – ein Gebiet mit extremen Steillagen und kargen Schieferböden. Das wir ähnliches auch in der Südsteiermark vorfinden,  verdanken wir dem Kitzecker Paradeweingut von Gerhard Wohlmuth. Seine Riesling Lage Edelschuh ist bereits seit 1322 als eine der besten Rieden in der gesamten der Steiermark bekannt.

Auf warmen Schieferböden reifen Trauben mit besonders hohen Extraktwerten heran, welche durch die Höhenlage mit einer sehr filigranen Säurestruktur ausgestattet sind und eine sehr intensive Fruchtausprägung besitzen. Durch die extreme Steilheit kann diese historische Lage nur per Hand oder teilweise sogar nur mittels Seilwinde bewirtschaftet werden. Bedeutet: 90% Steillage, 100% Handarbeit und sagenhafte 1.200 Arbeitsstunden je Hektar! Und dadurch spiegelt sich der karge, aus roten, blauen und schwarzen  Schieferboden besonders sehr stark im Wein wider. Sensorich geprägt von typischen Steinobstnoten in Kombination mit exotischen Fruchteindrücken, präsentiert sich dieser Wein am Gaumen mit seiner typischen Mineralität, sehr leichtfüßig, mit erfrischender Säure und macht Appetit auf den nächsten Schluck.  Ein Wein, wie er eigentlich fast nur aus den Deutschen Top Gebieten kommt. Wobei wir jetzt wieder an der Nahe, einem Nebenfluss des Rheins wären.

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Artikel Hans Stoll 24. April 2017 - 00:04 Uhr
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