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Kurzes Leben für argentinische Spezialitäten in Linz

Der Appetit auf Empanadas und Dulce de Leche war offenbar nicht groß genug. Das argentinische Delikatessen-Geschäft "Baires" in der Klosterstraße 8 ist geschlossen.

Geschlossene Türen in der Klosterstraße 8 Bild: haas

Ein Makler-Plakat ziert das frühere Geschäft des Argentiniers Sebastian Rodriguez. Der hatte dort Ende November 2016 mit großen Erwartungen eröffnet. Denn der Standort gegenüber dem Amt der Landesregierung ist gut frequentiert. Doch auch "Coffee to go" und schnelle Jause konnten das Geschäft nicht retten.

"Die Hendlbrater stellen sich schon an. Doch die Hauseigentümerin will definitiv keine billige Gastronomie hinein", sagt Immobilienmakler Josef Maier, der einen geeigneten, hochwertigen Mieter sucht.

Gerne würde dort etwa ein kulinarisches Spezialitäten-Geschäft gesehen. Der Zug für einen netten Nahversorger Marke "heimische Greißlerei" scheint hingegen abgefahren. Diese Nische hat die "Markthalle einszwo" wenige hundert Meter entfernt in der Altstadt besetzt.

Sebastian Rodriguez war gestern nicht erreichbar. Dem Vernehmen nach arbeitet er bereits in seinem angestammten Beruf in einem Maschinenbau-Unternehmen. Er hat vor gut drei Jahren nach Oberösterreich geheiratet. Der Name "Baires" seines ehemaligen Geschäftes ist die Kurzform der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.

Die Klosterstraße 8 ist ein genussträchtiger Standort. Vor Rodriguez hat der Kubaner Antonio Valdes (Café Valdez in der Herrenstraße) dort die ehemalige Fleischerei Weiß weiter betrieben. Der Hörschinger Fleischhauer ist weithin bekannt.

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Artikel Karin Haas 04. Juli 2017 - 06:30 Uhr
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