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Elefantenrunde, die Zweite: Was uns erwartet

Nach Puls 4 ist nun morgen ATV an der Reihe, die Spitzenkandidaten gegeneinander antreten zu lassen. Und es werde Erinnerungen an die Bundespräsidentenwahl wach.

Hofer Van der Bellen ATV

Die Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen (l.) und Norbert Hofer Bild: APA

Es hätte ein besonderes Format werden sollen, ganz ohne dramaturgische Effekte, nur auf den Inhalt fokussiert. So bewarb ATV die Konfrontation zwischen Alexander van der Bellen und Norbert Hofer im Präsidentschaftswahlkampf. Ganz ohne Moderator sollen sich die beiden Kandidaten nur auf die Debatte fokussieren und ihre unterschiedlichen Positionen diskutieren. Und das eine Dreiviertelstunde lang.

Freilich, genau da hätte man schon stutzig werden können. Denn worum geht es bei einem Politiker-Duell im Fernsehen? Doch darum, dass die Wähler unterschiedliche Positionen präsentiert bekommen und sich so ein Bild machen. Die Positionen werden auch in moderierten Gesprächen vom politischen Gegner zerpflückt und hinterfragt. Gut so, denn so sind die Kandidaten gefordert, ihre Konzepte auch gut zu erklären und zu argumentieren. 

Worum es nicht geht, ist den politischen Gegner zu überzeugen. Warum auch? Wenn man sich einig wäre, wäre man ja ohnehin in der gleichen Partei. 

Also, was wurde aus dem "Experiment" von ATV?

Ein Tiefpunkt der politischen Debatte in Österreich. Oder um es mit den Beschreibungen von deutschen Zeitungen zu formulieren: "peinlich", "aus dem Ruder gelaufen" und "eine völlige Entgleisung". Bis hin zu: "Häme, Unverschämtheiten und unverstellter Verächtlichkeit." Österreichische Zeitungen waren in ihrere Analyse nicht ganz so streng, aber Applaus gab es für ATV nicht wirklich. 

Der Sender kann es aber nicht ganz lassen. Am Sonntag treffen die Spitzenkandidaten aufeinander und ein Großteil der Fragen wird im üblichen Format mit Moderatoren stattfinden. Dazu gibt es aber auch "Blitzduelle", wo sich jeweils zwei Kontrahenten gegenüberstehen und ein Thema in einer vorgegebenen Zeit diskutieren - ohne Moderator. 

Naja, man muss wohl aus dem üblichen Fragen-Antwort-Spiel ausscheren um überhaupt noch Aufmerksamkeit für die x-te Fernsehdiskussion zu bekommen. Zumal die erste Elefantenrunde auf Puls 4 sehr gut und sehr informativ war. 

Inhaltlich Neues ist nicht zu erwarten, deshalb setzen viele TV-Formate auf die Chemie zwischen den Kandidaten - oder eher gesagt auf das Hervorkehren der Antipathie. 

Wie es ausgeht und ob es ein TV-Abend wird, über den man spricht, werden wir morgen Abend sehen. Seien Sie dabei, wir begleiten das Ganze natürlich wieder via Liveticker!

Und falls es jemanden gibt, der die Konfrontation Van der Bellen - Hofer tatsächlich nicht gesehen hat  - oder sie wirklich noch einmal sehen möchte, bitteschön: 

 

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Artikel Barbara Eidenberger 30. September 2017 - 08:38 Uhr
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