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Die überraschend unpolitische Neu-Politikerin

Das Duell Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Irmgard Griss (Neos) Mittwoch Abend zeigte deutlich, warum Quereinsteiger es in der Politik nicht leicht haben.

Duell Heinz-Christian Strache (FP?) gegen Irmgard Griss (NEOS) Bild: Hans Leitner (ORF)

Wann genau sich Matthias Strolz wohl gedacht hat: "Das war ein Fehler?"

Vielleicht als Irmgard Griss nicht wirklich deutlich machen konnte, wie die Neos nun zur Neutralität stehen? Oder als sie sehr einsilbig antwortete, während Strache seine Positionen lang und ausführlich darlegte? Oder als sie stehts juristisch, aber kaum politisch argumentierte?

Oder als Griss einen Neos-Forderung aus dem Wahlprogramm (Wahlrecht für alle) als "Extremposition" bezeichnete, die "nie kommen" werde und Moderator Tarek Leitner tatsächlich lachen musste?

Nein, es gab nicht nur schlechte Momente für die Quereinsteigerin, die eigentlich nicht mehr so neu ist auf dem politischen Parkett. Immerhin hat sie als Bundespräsidentin kandidiert und musste sich auch als solche Konfrontationen stellen. Doch auch damals fiel schon auf, dass Griss überraschend unpolitisch ist. Zu den Ladenöffnungszeiten meinte sie lapidar: Es soll jeder aufsperren wie er will. Kein Wort über Arbeitsrecht, über Wirtschaftspolitik, oder auch über das politische Konzept des Liberalismus. 

Diese Pragmatik hat sicher ihre Fans. Aber im Duell gegen einen Konfrontationen-Profi wie Strache, wirkte diese Unbedarftheit nicht sympatisch, sondern unvorbereitet und desinteressiert. 

Nein, Strolz hat sich keinen Gefallen getan, bei diesem ORF-Duell den Joker Griss zu ziehen. 

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Artikel Barbara Eidenberger 28. September 2017 - 10:19 Uhr
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