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Slow Food-Präsidenten in Linz

Einmal im Jahr tagen die Vorstandsmitglieder in Österreich. Dieses Mal kamen die Vertreter auf Einladung von Slow Food Linz in die Landeshauptstadt.

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„Jede Mahlzeit ist ein politischer Akt, Bissen für Bissen beeinflussen wir, ob unsere pittoreske Kulturlandschaft erhalten bleibt oder für immer zerstört wird.“ Der Leiter von Slow Food Styria, Manfred Flieser, ist einer der unermüdlichen Kämpfer für gute, saubere und faire Lebensmittel. Tatsächlich. Guter Geschmack macht Schule. Und das nicht nur an den oberösterreichischen Schulen, wo seit drei Jahren Slow Food Workshops abgehalten werden. Wohin man auf die österreichische Landkarte auch blickt. Von Vorarlberg über Kärnten, Steiermark bis ins Burgenland versuchen die örtlichen Regionalgruppen das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen mit Genuss zu schärfen. Freilich ohne den Zeigefinger zu erheben.

Der Weg zum Genuss

Wie das funktioniert, wurde dieses Wochenende dank unzähliger Initiativen wieder bewusst gemacht: Die Kritzendorfer Ribisel oder der Weingarten Knoblauch sind durch die Hilfe von Slow Food vor dem Vergessen gerettet worden (http://www.fondazioneslowfood.com/en) und stehen stellvertretend für 40 weitere köstliche Passagiere, die sich der industriellen Norm widersetzten.

Mit den Märkten der Erde (http://www.earthmarkets.net/network/horn) gelingt es Slow Food, die handwerklichen Produzenten vor den Vorhang zu holen, die qualitativ hochwertige Lebensmittel herstellen. Mehr noch. Die Produkte werden ökologisch verträglich produziert und nach "fairen Bedingungen und Preisen" gegenüber Produzenten und Endverbraucher - ohne Zwischenhandel – verkauft.

Ein wenig durften die Slow Foodies auch in die kulinarische Schatzkiste von Linz schnuppern: Mittagessen beim Wirt am Graben oder Bio-Gansl vom Köglerhof (beides Betriebe aus dem Slow Food Guide) waren die geschmacklichen Höhepunkte am Samstag. Am Sonntag öffnete die Backstube Brandl die Pforten, heizte den Ofen ein und servierte unter anderem frische Mohnflesserl, Salzstangerl und Zimtschnecken. Das goldene Tüpfelchen war Georg Friedl, der mit seinen Leinölerdäpfeln ein Raunen herbeirief: Eine Mühlviertler Spezialität, die nach einem verlangt: „Bitte um Nachschlag“ und „Bitte in Zukunft noch mehr Slow Food, damit Genuss und die Kulturlandschaft erhalten bleibt.“

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Artikel Philipp Braun 08. November 2015 - 14:46 Uhr
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