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Lieblingsfarbe Orange

Die vierte Weinfarbe ist angekommen.

Weißwein, Rotwein und Rosé ist den Weinschmeckern bekannt. Mittlerweile wird die Farbpalette um Orange erweitert. Freilich sehen die Weine nicht wie eine reife sizilianische Orange aus, sondern zeichnen sich eher durch Farbtöne von Altgold oder Bernstein aus. In der Urheimat des Weins, in Georgien spricht man daher auch von "Bernsteinweinen". Welche Farbnuancen nun für den Weintrinker wahrnehmbar sind, ist allerdings von sekundärer Bedeutung. Viel wichtiger erscheint die Produktion, und daraus folgend der Geschmack.

Charakteristisch für Orangeweine ist die verlängerte Maischegärung von weißen Trauben, spontane Fermentierung, keine Zugabe von Reinzuchthefen, Nichtfiltration und meistens die Berücksichtigung von ökologischen Grundprinzipien. Die Weine schmecken in der Regel etwas mehr nach Kräutern und reiferen Früchten und sind oftmals durch einen höheren Tanninehalt charakterisiert.

Führend in der Produktion sind die Weinregionen an der Nordadria (Slowenien, Italien und Kroatien), aber die Idee, Orangeweine zu produzieren, hat mittlerweile in der ganzen Welt Fuß gefasst. Am 22. November findet im Wiener Museumsquartier von 14:00 bis 21:00 Uhr eine großangelegte Orangeweinverkostung um 35 Euro statt. Mindestens zehn Länder sind vertreten. Darunter renommierte österreichische Weinbetriebe wie Gut Oberstockstall, Hareter, Ploder-Rosenberg, Preisinger oder Schmelzer.
Weinfestival im Internet

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Artikel Philipp Braun 20. November 2016 - 12:18 Uhr
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