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Das Geheimnis der Gansleinmachsuppe

Der große Geschmack vom Gänseklein.

Kragen, Herz und Magen. Einigen Genießern zieht es die Ganslhaut auf, wenn über Innereien gesprochen wird. „Das mag ich nicht“, „mir graust davor“ oder das muss ich sicher nicht haben“ kommt schlagartig aus dem Repertoire der Ablehnungsphrasen. Im besten Fall wird zaghaft gekostet, und im allerbesten Fall nimmt sogar ein zufriedenes Grunzen wahr: „Das ist ja gar nicht so schlecht.“

Interessanterweise stehen einige Menschen sauren Nierndln, Leber oder Hirn mit Ei zwar abgeneigt gegenüber, bei der Gansleinmachsuppe wird jedoch aus der Antipathie schnell ein sinnliches Verlangen und die Suppe fleißig dahingelöffelt. Entweder ignorieren die Feinspitze, dass es sich beim Gänseklein um fleischarme Rückenstücke, Flügel, Kopf, Hals und Füße oder Innereien wie Herz, Magen und Leber handelt. Oder es schmeckt tatsächlich besser, als man vermuten würde. Höchstwahrscheinlich wird im Genusstaumel über vormals formulierte Abneigungen hinweg gesehen.

Der Weg zum inneren Frieden

Lisi und Klaus Bauernfeind sind für ihren Hof mit phantastischer Aussichtslage bekannt und zelebrieren den Ganslgenuss (siehe OÖN-Beitrag). Nach fünf Monaten auf der Wiese werden die Gänse zu Braten und Suppe verfeinert. Für die OÖNachrichten geben die Bauernfeinds ihr Rezept für eine Gansleinmachsuppe für 4 Portionen preis:

 

Zutaten:

Gänseklein: Kragen, Herz und Magen

80g Wurzelwerk (Sellerie, Karotten, Gelbe Rüben)

20g Mehl glatt

20g Butter oder Ganslschmalz

Salz, Pfefferkörner, Muskatnuss

1 dl Obers

1 Liter Wasser

Zitronensaft

 

Zubereitung:

Gänseklein mit Wasser bedecken; mit Wurzelwerk, Salz und Pfefferkörner weichkochen.

Suppe abseihen, Fleisch und Gemüse überkühlen lassen.

Fett erhitzen, Mehl farblos anschwitzen und mit Suppe und Obers aufgießen. Leicht wallend durchkochen lassen, gelegentlich durchrühren.

In der Zwischenzeit Gemüse kleinschneiden, Fleisch vom Knochen lösen und ebenfalls kleinwürfelig schneiden.

Gemüse und Fleisch in die Suppe geben, mit Muskatnuss, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit frisch gehackter Petersilie servieren.

Beilagenempfehlung: Bröselknödel

Tipp: verwenden Sie Zutaten aus biologischer Landwirtschaft!

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Artikel Philipp Braun 14. November 2016 - 07:05 Uhr
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