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400 Schneckensympathisanten in China

CHENGDU. Zum siebten Mal findet der internationale Slow Food Kongress statt.

Slowfood Chengdu

Bild: Tom Mesic

Chengdu ist vieles: Haupstatdt von Sichuan, eine der spannendsten kulinarischen Destinationen, UNESCO-Stadt für Gastronomie, Partnerstadt von Linz, bedeutendes Zentrum der traditionellen Chinesischen Medizin und Austragungsort des siebten internationalen Slow Food Kongress.

Knapp 500 Delegierte aus 90 Ländern sind angereist, um von 29. September bis 01. Oktober über die dringlichsten Fragen zu diskutieren, die uns zukünftig betreffen werden: Was essen wir morgen und welche Auswirkungen hat unsere Ernährungsweise? Auf Menschen, die Umwelt und das Klima?

Einkaufsliste mit sieben Punkten

Ein großer Schwerpunkt kommt dem täglichen Einkauf zu. Slow Food wird in den nächsten Wochen eine Kampagne starten und empfiehlt beim täglichen Einkauf folgende sieben Punkte zu berücksichtigen.

     1. Liste schreiben:
Jedes Jahr werden 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeschmissen. Kleinere Verpackungen zu kaufen hilft uns, besser mit Lebensmitteln umzugehen.

     2. Abwechslung:
75 Prozent aller Nahrungsmittel bestehen aus zwölf Pflanzenarten und fünf Tierrassen. Mit Abwechslung in der Ernährung trägt man zur Biodiversität und zur Ernährungssicherheit bei.

    3.  Ästhetik:
Auch krumme Karotten können köstlich schmecken.

     4. Saisonalität:
Frische mundet köstlich und macht Lust auf sonnengereiftes Gemüse und Obst. Gilt aber auch für Fisch und die Berücksichtigung von Fangzeiten.

    5.  Im besten Lokal isst man lokal:
Durchschnittlich legt ein Gericht 1900 Kilometer zurück, um auf den Tisch in der westlichen Welt zu kommen. Abnehmen ist trendig.

    6.  Falsche Verpackung:
Wer benötigt heute noch Plastik oder Materialien, die schwer zu entsorgen sind?

    7.  Auslaufmodell:
Monokulturen, intensive Tierzucht, massiver Einsatz von Chemie und fossilen Brennstoffen.

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Artikel Philipp Braun 30. September 2017 - 08:40 Uhr
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