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Glaube, Liebe, Hoffnung, aber auch Zweifel

Geht da noch was? Die Linzer Eishockeycracks stehen in der Best-of-7-Viertelfinalserie mit dem Rücken zur Wand. Nach einem 1:3-Rückstand gegen Bozen braucht der EHC nicht weniger als drei Siege en suite. Unmöglich? Nein. Schwierig. Mit Sicherheit.

Auf nachrichten.at läuft seit ein paar Stunden eine Abstimmung, der erste Trend ist nicht so aussichtslos, wie die Situation erscheint. Knapp 30 Prozent der User sind der Ansicht, dass die Black Wings die nächsten drei Duelle mit dem HC Bozen gewinnen und doch noch ins Eishockey-Semifinale einziehen werden. Glaube, Liebe, Hoffnung eben - gepaart mit Erinnerungen an die legendäre Play-off-Serie gegen die Vienna Capitals im Jahr 2010. Damals verwandelten die Linzer einen 0:3-Rückstand in einen 4:3-Triumph.

Das ist bis dato einmalig in der Liga-Geschichte, solche Wunder lassen sich nicht auf Knopfdruck abrufen. Jetzt steht's "nur" 1:3 - die Lage ist gar nicht so hoffnungslos, oder? Heimspiel gewinnen, auswärts zubeißen und dann noch ein Heimspiel gewinnen. Die Qualität steckt in dieser Mannschaft, auch wenn sie nicht das abruft, was sie kann.

Woran liegt's?

Vor allem die ersten beiden Sturmlinien sind bis dato einiges schuldig geblieben, die dritte und die vierte Garnitur haben den Play-off-Step nach vorne gemacht und sind noch dazu torgefährlich. Daniel Oberkofler, Patrick Spannring, Curtis Loik, Kevin Moderer, David Franz, Niklas Mayrhauser, Laurens Ober - weiter so!

Zwischen trotzige und von Überzeugung getragene "Wir schaffen das"-Einträge in den diversen Foren mischt sich naturgemäß Kritik. Angefangen von Goalie Mike Ouzas, der sich das eine oder andere Gegentor ankreiden lassen muss, über die Ladehemmung der vermeintlichen "Torlieferanten" bis hin zu Trainer Rob Daum, den nicht wenige nach nunmehr fast sechs Jahren in Linz in die Wüste schicken wollen.

"Es schaut nicht gut aus"

Es wäre zu billig, sich auf eine Verletzungsmisere oder den Virus, der die Kabine vor den Play-offs heimgesucht hat, auszureden. Auch wenn sich im mit 4:5 nach Overtime verlorenen Spiel vier in Bozen der nächste Patient hinzugesellt hat. Top-Verteidiger Marc-André Dorion erlitt eine Unterkörperverletzung, eine MRI-Untersuchung wird Aufschluss geben. "Es schaut nicht gut aus", sagt Linz-Manager Christian Perthaler.

Abergläubischer Manager

Aber auch der HC Bozen, der taktisch und defensiv sehr, sehr clever spielt, hat Ausfälle. "Wahnsinn, was diese Mannschaft leistet. Und das ohne Palmieri, Gander und Ramoser", fachsimpelten die "Tifosi" bei einem Bierchen nach der Schlusssirene vor der Palaonda. Dort stand auch der Klubmanager der "Füchse", Markus Meraner, mit einem breiten Grinsen. Die Reise nach Linz zum 5. Spiel am Dienstag (19.45 Uhr) wird er sich aber schenken. Und zwar aus Aberglaube: "Wenn ich auswärts mitfahre, gewinnen wir einfach nicht."

Zehn Niederlagen waren es gewesen, ehe die Südtiroler am Freitag in Linz zuschlugen und 2:0 gewannen. Passiert das erneut, wäre Bozen im Semifinale. Also dort, wo die Vienna Capitals und der KAC schon sind.

Für Linz heißt das Motto: Siegen oder fliegen!

Ein Mal, zwei Mal oder drei Mal - das ist hier die Frage.

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Artikel Alexander Zambarloukos 05. März 2017 - 23:40 Uhr
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