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Kopfsache

Linz war gestern beim Stand von 4:1 mit den Gedanken schon in Salzburg - als Tabellenführer.

Die gestrigen Torschützen (Dan DaSilva, Brett McLean, Sebastien Piche, Andrew Kozek) beim Torjubel. Bild: GEPA pictures/ Philipp Brem

Die Black Wings waren gestern in der Live-Tabelle genau 31 Minuten und 43 Sekunden Tabellenführer. Beim Stand von 4:1 zu Beginn des Schlussdrittels nahm das Spitzenspiel in der KeineSorgen Eisarena aber eine tragische Wendung. Binnen 5:29 Minuten wurde aus der 4:1-Führung ein 4:5-Rückstand.

"Die Sache ist gegessen. Am Sonntag fahren wir als Tabellenführer nach Salzburg", dachten einige Fans in der zweiten Pause. Als dann auch noch das 4:1 fiel, dachte auch Manager Perthaler, dass das Match durch wäre, wie er uns nach der Partie verriet. Und auch die Spieler waren sich ihrer Sache schon sicher - zu sicher.

Das Spiel dauert 60 Minuten...

In Anlehnung an einen legendären Fußball-Sager von Gary Lineker ("Ein Spiel geht 90 Minuten und am Ende gewinnen immer die Deutschen") könnte man kritisieren, dass die Linzer im Kopf schon beim nächsten Spiel in Salzburg waren und das Heimspiel nicht zu Ende dachten/spielten. Unnötige Scheibenverluste, haarsträubende Fehlpässe im Spielaufbau, extrem effektive Salzburger und das nötige Glück am Schläger der Bullen wollten es anders. Das unterstreicht die Klasse der Ratushny-Truppe, die aber in den ersten beiden Spielabschnitten von den Oberösterreichern dominiert wurde.

Klingt unfair, aber so ist der Eishockeysport. Man mag gar nicht daran denken, wie sich jene Villacher fühlen mussten, die vor eineinhalb Wochen in Linz 3:0 in Führung lagen, ehe die Mannschaft von Rob Daum fünf Treffer erzielte und das Spiel drehte. Oder die Ungarn, die am Dienstag ein starkes Eröffnungsdrittel spielten, dann aber im Mittelabschnitt fünf Tore eingeschenkt bekamen. Oder jene Südtiroler, die vor heimischen Publikum ebenfalls im zweiten Drittel vier Gegentreffer der Wings hinnehmen mussten - ausgerechnet in dem Drittel, in dem sich die "Curva Nord" nach Streit mit dem Verein wieder versöhnlich zeigte und verspätet im Stadion erschien. Bitter, brutal, die Fanseele zermürbend - aber so ist Eishockey. Und genau dafür lieben wir es doch alle.

Jetzt muss sich Linz auf die eigenen Stärken besinnen und mit dem guten Gefühl der ersten beiden Drittel nach Salzburg reisen. Ob das gelingt? "Als Profisportler müssen wir damit umgehen können", antwortete ein sichtlich angeschlagener Fabio Hofer gestern im Kabinentrakt nach dem Spiel. Im Endeffekt können sich die Linzer in Salzburg wieder selbst schlagen. Denn es wird auch morgen Kopfsache sein, die das Spiel entscheidet.

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Artikel Markus Prinz 24. Oktober 2015 - 08:26 Uhr
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