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Kein Grund zur Sorge

Nach der 1:6-Niederlage in Turku ging auch das Spiel in Düsseldorf mit 3:6 verloren. Der große Unterschied:

Rob Daum Bild: Markus Prinz

Natürlich könnte man von einem Fehlstart sprechen. Natürlich könnte man die Transferpolitik der Black Wings kritisieren. Natürlich könnte man sagen, dass die Gegner in einer anderen Liga spielen. Und natürlich könnte man auch den Kopf für die beiden nächsten CHL-Spiele in den Sand stecken.

Das Problem: All diese Dinge sind falsch.

Fehlstart. Was soll bitte ein Fehlstart sein? Zwei Niederlagen in einer Champions League bei Auswärtspartien etwa? Mitnichten! Denn die Vorbereitung war kurz, die Trainings waren hart. Zu kurz und zu hart, um ehrlich zu sein. Das spiegelt sich in den Resultaten wieder. Selbst Christian Perthaler und Rob Daum haben das mittlerweile eingesehen.

Transferpolitik. Welcher der neuen Spieler soll bitte nicht in das Kollektiv passen? Moderer und Göhringer sind wahre Verstärkungen für die vierte Linie. Daum dankt dies mit konsequenten Shifts am Eis. Und das war seit 2012 nicht mehr der Fall, dass alle vier Linien nahezu gleichmäßig eingesetzt wurde. Palin und Altmann sind schon jetzt zu Stützen geworden, indem sie alleine die Verteidigung in der (offensiven) zweiten Sturmreihe schaukeln. DaSilva und McLean leisteten die Vorarbeiten zu Kozeks zwei Treffern in Düsseldorf, Lattendresse erzielte ein Tor in Düsseldorf selbst und verdeckte dem Torhüter in Finnland bei Dorions Treffer die Sicht. Von wegen Fehlkäufe.

Gegner. Sowohl der Sieg für Turku, als auch der Sieg für Düsseldorf gingen schlussendlich in Ordnung. Doch starkreden muss man diese beiden Teams nicht. Die Linzer haben in Turku zehn Minuten lang dominiert, ehe zwei Gegentreffer das Offensivspiel derart hemmten, dass Linz die Blamage über sich ergehen ließ. "Über die Stärke Turkus kann ich ehrlich gesagt nichts sagen", beschrieb Headcoach Rob Daum, "weil ich nicht weiß, wie sie gespielt hätten, wenn auch wir gut gespielt hätten." Offensichtlicher war die Angelegenheit in Düsseldorf. Nach 32 dominanten Minuten im ISS-Dome erhielten die Black Wings in sieben Minuten vier der sechs Gegentreffer. Physisch sind beide Gegner soweit, dass sie 60 Minuten durchspielen können. Das stimmt. Doch mehr lässt sich nicht sagen.

Es ist vorbei. Denken sich zumindest viele, nachdem beide Auswärtsspiele verloren gingen. Doch wenn man davon ausgeht, dass die Black Wings beide Heimspiele gewinnen sollten, stehen die Chancen kaum schlechter, als mit einem Auswärtspunkt. Turku und Düsseldorf müssten sich den ersten bzw. dritten Platz in den beiden Duellen gegeneinander ausmachen. Ist die Sache klar (sprich ein Team gewinnt beide Spiele), wären die Linzer weiter. Würde es Punkteteilungen geben, beginnen Rechenaufgaben. Doch von vorn herein den Kopf in den Sand zu stecken, wäre den Black Wings und dem Eishockeysport gegenüber nicht fair und unwürdig.

 

Dieses Team der Black Wings wird den Fans in dieser Saison viel Freude bereiten. Nämlich dann, wenn sie dieses Tempo der gestrigen Anfangsphase 60 Minuten lang gehen können. Das Training geht in der kommenden Woche weiter - vielleicht sieht man die ersten Resultate ja schon am Donnerstagabend gegen Turku.

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Artikel Markus Prinz 23. August 2015 - 09:18 Uhr
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