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Planung ist alles

"Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen." Dieser altbekannte Spruch gilt sicherlich umso mehr, wenn die Reise mit einem noch nicht ganz alltäglichen Fortbewegungsmittel absolviert wird.

Kurt Krautgartner macht sich von Gschwandt aus auf den Weg nach Marokko Bild: (Kurt Krautgartner)

In meinem Fall ein Elektroauto mit einer durchschnittlichen Reichweite von 200 Kilometer. Damit soll der afrikanische Kontinent erobert werden.

Ziel ist die RIVE MAROC, eine "Rallye" für Elektroautos durch Marokko. Das bedeutet eine Anreise von 2.700 km – ausgehend von meiner Heimatgemeinde Gschwandt bei Gmunden, durch die Schweiz, durch Frankreich und entlang der spanischen Küste bis zum südlichsten Punkt auf dem europäischen Festland.

Während mit einem konventionellen Pkw hin und wieder einfach eine Tankstelle angesteuert werden kann, verlangt das Elektroauto in viel kürzeren Abständen nach einer Portion Strom. Gottseidank ist das Netz an Schnellladern in Mitteleuropa schon recht gut ausgebaut, im Internet findet man Verzeichnisse mit allen notwendigen Informationen.

Doch mehrere Unsicherheitsfaktoren bleiben: Schafft man die Entfernung bis zur nächsten Ladestation tatsächlich, auch wenn z.B. ein Pass bewältigt werden muss? Funktioniert die Ladestation, denn Ausfälle sind gar nicht so selten? Und habe ich die richtige Karte zur Freischaltung und Bezahlung? Leider kocht da jeder Betreiber sein eigenes Süppchen und eine Kreditkarte hilft kaum weiter.

Planung ist also alles. Ich habe nach stundenlangen Recherchen eine Route festgelegt mit rund 20 Schnellladestationen, um möglichst schnell weiter zu kommen. Dann brauch ich nur noch etwas Glück. Oder Flexibilität. 

Der 49-jährige Unternehmer aus Gschwandt bei Gmunden nimmt an der E-Rallye „Rive Maroc 2017“ teil, die ein Jahr nach dem Klimagipfel in Tanger (Marokko) gestartet wird.

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Artikel Kurt Krautgartner 03. Oktober 2017 - 10:30 Uhr
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