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Scampi-"Wirrwarr“

Wohl nirgends im weiten Feld der Meeresfrüchte herrscht ein derartiger Namenswirrwarr wie bei Scampi und Garnelen.

Obgleich völlig verschiedene Spezies, werden ihre Bezeichnungen fast immer falsch verwendet. Dabei ist es gar nicht so schwer, sie eindeutig zu unterscheiden.

Die Mehrzahl der Kunden meinen Garnelen, wenn sie um Scampi bitten. Scampi sind im Prinzip kleine Hummer, sie gehören zur selben Familie. Die Verwandtschaft schlägt sich auch in den verschiedene Namen wieder, die für den Kaisergranat, wie der Meereskrabbler hierzulande heißt, zusätzlich im Umlauf sind: Norwegischer Hummer-Kaiser oder auch Schlankhummer.

In den Gewässern der Nordsee und des Atlantiks ist er zu Hause, aber auch im Mittelmeer, weshalb er als Scampo oder Langoustine ein begehrter Bestandteil der mediterranen Küche ist. Ich liebe sein zartes Fleisch und seinen feinen unaufdringlichen Geschmack. Im Idealfall schmecken Scampi einfach nach Meer. Dabei sind Garnelen gleichermaßen delikat, nur eben anders. Ihr Fleisch ist vor allem fester als das der Scampi, denen sie in puncto Namensvielfalt nicht nachstehen.

Shrimps, Prawns, Krabben, Crevetten oder Gambas sind die gängigsten Bezeichnungen. Anders als die hummerartigen Scampi haben sie keine Scheren, dafür einen stärker ausgeprägten Hinterleib. Sie gedeihen rund um die Welt und der Kunde hat hierbei mehr die Qual als die Wahl. Zuviel Zuchtware kommt hier schon in den Handel und über gewissen Fütterungsmethoden wissen hier wohl die meisten schon bescheid.

Erste Wahl sind für mich Salzwassergarnelen aus Wildfang. Der Preis bis zu 70 Euro ist enorm, der gesunde Genuss ist es mir jedoch wert. Aber auch die kommen nicht an jene Verwandten heran, die in der Gourmetküche derzeit schwer angesagt sind: Die „Good Gambas“ von Crusta Nova stammen aus dem  Landkreis Erding, 60 Kilometer nördlich von München. Dort produziert das Jungunternehmen im Indoor-Aquakultur-Kreislauf "White-Tiger-Shrimps" erster Güte. Die ca. 30 Gramm schweren opaken Muskelpaketchen werden bei Bestellung frisch abgefischt und innerhalb von 24 Stunden in Sashimi-Qualität an Restaurants und auch Privatkunden geliefert.

Sollten Sie jemals in denn Genuss kommen, diese edlen "White-Tiger-Shrimps" zu verspeisen, schlagen sie unbedingt zu, der Geschmack, die Zartheit sind ein unglaubliches Geschmackerlebnis. Ich esse Sie am liebsten roh mit gutem Olivenöl und Limettenabrieb.

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Artikel Erich Lukas 08. März 2017 - 08:27 Uhr
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