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Jeder Tauchgang ein Genuss!

Zu Weihnachten glühen Österreichs Backrohre im Bratentakt. Festliche Variationen erfreuen sich hoher Beliebtheit.

Genießen Sie entspannte und gesellige Weihnachten und erfreuen Sie Ihre Liebsten mit einem schon etwas in Vergessenheit geratenen Fondue. Im Hintergrund flackert Dinner "for one", auf dem gedeckten Esstisch herrscht ein buntes Durcheinander an Schälchen, Dipps und Fleischsorten, die sorgfältig in viereckige Würfelchen geschnitten wurden. Die Gäste starren auf einen großen Topf in der Mitte des Tisches, in dem heißes Fett blubbert. "Es ist Fondue Zeit". Fondue bringt viele schöne Dinge des Kochens auf einen Nenner: Es ist kommunikativ, vielfältig, sehr kreativ und wird meistens zusammen mit Freunden genossen.

Das französische Wort Fondue  bedeutet zunächst einmal nichts anderes als "schmelzen", was darauf hindeutet, dass das ursprüngliche Fondue Gericht wohl aus geschmolzenem Käse bestanden haben muss. Die Herkunft des Fondues liegt irgendwo zwischen der Westschweiz und den französischen Alpen - wo genau, ist nicht geklärt. Wie bei einem anderen Stück guten Fleisches ist beim Fondue essentiell wichtig, die richtige Temperatur zu treffen. Bei 160 bis 210 Grad Celcius kommt Ihr Fondue so richtig in Gang und Sie nicht ins Schwitzen, denn bei diesen Temperaturen wird Ihr Fleisch optimal gegart.

Alles beginnt mit der entscheidenden Auswahl der Flüssigkeit, in die das kostbare Fleischgut während des Fondue eingetaucht werden soll. Ein Klassiker ist das Fettbad, man kann es aber ruhig einmal mit Traubenkernöl probieren, das eine hervorragende Figur in Ihrem Feuertopf macht. Was für den Schweizer der Käse ist für den Japaner der Dashi Sud oder Geflügelbrühe (Shabu Shabu). Oder greifen Sie zu etwas völlig Unkonventionellem wie einem Saftgemisch aus grünem Apfel und Süßholz bzw. einem Rotwein-Zwiebelsud. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und freuen Sie sich auf die erstaunten und glücklichen Gesichter Ihrer Gäste! Und ein dickes Sorry an die lieben Schweizer Nachbarn - es kann eben nicht immer Käse sein.

Wer sich für gute Fleischqualität entscheidet, sollte auf keinen Fall vor dem Frittieren marinieren und würzen. Denn das tut weder dem Fleisch noch den fein angezogenen Gästen gut, sondern sorgt lediglich für eine ungemütliche Spritzerei am Tisch. Dehydriertes Gemüsepulver, selbst kreierte Gewürzmarinaden oder verschiedene Salze stehen neben klassischen Saucen einträchtig auf dem Fondue-Schlachtfeld. Generell sollten Sie beachten: lediglich geschmacksbringend sollten sie sein, aber nicht das zu zelebrierende Fleisch übertünchen.

Ich bevorzuge nur gesalzene Butter (Kräuterbutter oder Cafe de Paris Butter) und Baguette.

Hier mein Rezept dazu: Café de Paris Butter

1,2 kg Butter

10g Schalotten fein gewürfelt

10g Dill gehackt

10g Majoran gehackt

120g Petersilie fein gehackt

8 g Thymian fein gehackt

5cl Worcestersauce

15 g Paprikapulver

30g Knoblauch

3cl Limettensaft

60g Dijon Senf

Pfeffer und Salz je nach Geschmack

Zubereitung: Butter (Zimmertemperatur) 15 Minuten in einer Küchenmaschine aufschlagen. Alle Zutaten untermischen und ordentlich verrühren. Auf Alufolie streichen und zu einer Rolle Formen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen. Soll mit der Butter gratiniert werden (z.B. ein Entrecote) sollten 2 Eier der Massen zugeführt werden.

Gutes Gelingen und genussreiche Feiertage!


 

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Artikel Erich Lukas 16. Dezember 2014 - 13:57 Uhr
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