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Gefräßige Bettler!

Als diebische und gefräßige Bettler haben Naturforscher die kleinen Parasiten, die zu neunzig Prozent aus Wasser und auch sonst aus nicht viel Nahrhaften bestehen einmal bezeichnet.

Aber man muss schon ein trockener Wissenschaftler sein um ihnen da Recht zu geben. Denn zum Bettler wird, angesichts der horrenden Schwammerlpreise allenfalls, wer den aromatischen Waldbewohnern allzu häufig zuspricht.

Selbst Tschernobyl vermochte der Beliebtheit der Pilze nichts anzuhaben. Und auch der Österreichische Volkssport Schwammerlsuchen ließ sich durch Becquerel Werte nicht verhindern, so dass in manchen Bundesländern das gewerbsmäßige Sammeln verboten wurde.

Trotzdem es immer wieder zu Todesfällen kommt, lassen sich heimische Schwammerlsucher nicht abschrecken. Sie kennen ihre Eierschwammerl, Steinpilze, Parasole, Tintlinge und Hallimasch blind und trösten sich damit, dass das Schwammerlsuchen nicht annähernd so viele Todesopfer fordert wie das Fugu-Essen bei den Japanern. Die ersten heimischen Eierschwammerl gibt es ja schön länger am Markt. Ich bevorzuge jedoch den Klassiker, den Herren- oder Steinpilz. Gestern gesehen am Südbahnhofmarkt. Kurz angeröstet mit Zwiebel, Olivenöl, frischen Kräutern und verfeinert mit einem Löffel hausgemachten Pesto. Lecker! Dazu Petersilienkartoffel und ein knackiger Häuptelsalat.

An dieser Stelle ein kleiner Tipp von mir: In fast jedem Haushalt werden Pilze auf gleiche Art und Weise zubereitet-in einer heißen Pfanne. Das ist jedoch ein Fehler, den Pilze enthalten viel Wasser und heißes braten bewirkt, dass die Pilze ihr Wasser verlieren. Die Pilze werden dadurch nicht gebraten sondern gedünstet. Geben sie die Pilze in eine kalte Pfanne und erhitzen sie diese langsam mit etwas Olivenöl. Sie werden überrascht sein! (Ich war es auch)

In diesem Sinne, auf und Steinpilze holen, denn allzu viele gibt es derzeit leider noch nicht!

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Artikel Erich Lukas 20. Juli 2014 - 13:26 Uhr
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