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Ente gut, alles gut?

Was wäre die kalte Jahreszeit ohne knusprige Enten, Gänse, Truthähne, die zur klassischen Zubereitung gerade nur verführen. Vorausgesetzt, der Vogel stammt aus bester Zucht, denn die wahren Qualitäten des Federviehs kommen erst dann zur Geltung, wenn man den Geschmack des möglichst wenig Fleisches verfälscht und bei der Zubereitung natürliche Eigenarten und geeignete Zutaten miteinander kombiniert. Gerade die Ente trägt ihren größten Wert an der Außenseite - nämlich an der Haut. Knusprig gebraten, ist sie die Qualität, die die Ente so begehrenswert macht. Dabei gibt es ein paar unerlässliche Tricks bei der Zubereitung.

Entfernen Sie vor der Zubereitung sichtbares Fett. Erkunden Sie sich wie die Federn entfernt wurden, trocken gerupfte Tiere bekommen eine knusprigere Haut. Klassisch gefüllt mit Zwiebel und Apfel gebe ich noch eine leere Mineralflasche der Füllung bei. Diese wird im Ofen so heiß, dass die Keulen sehr schnell gar werden und so die empfindlichere Brust nicht Gefahr läuft,  trocken zu werden. 

Serviert mit klassischen Blaukraut, Servietten- Brez´n- oder Kartoffelknödel - wer denkt hier noch an Krise? Vor kurzen verkostete ich die immer beliebter werdenden Cherry Valley Enten. Diese wird in der ostenglischen Grafschaft Lincolnshire seit 50 Jahren gezüchtet. Gegenüber anderen Enten ist die Cherry Valley Ente eine flugunfähige Ente, was zum Vorteil hat, dass sie einen idealen Fettanteil besitzt und zu dem wirklich sehr “fleischig“ ist. Die Brust alleine bedarf hier schon eines großen Hunger. Geschlachtet wird bei einem Nettogewicht von 2-2,5 kg. Wir waren zu dritt wirklich mehr als satt. Das Brustfleisch ist, wie gesagt, sehr fleischig, wunderbar zart und saftig und die Keulen bei weitem nicht so grobfasrig wie bei anderen Tieren. Wer einmal die Chance hat, diese Tiere zu verkosten,sollte unbedingt zuschlagen. Es lohnt sich wirklich.

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Artikel Erich Lukas 26. Oktober 2014 - 14:59 Uhr
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