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Alle für Einen, Einer für Alle

Platz neun: Belgien

Belgische Unternehmen bezahlen ihren Angestellten durchschnitlich 31.141 Euro netto jährlich. Bild: Florian Meingast

Die Büro- und Organisationsarbeit der - ohne Sarkasmus - vielbeschäftigten Europaparlamentarier wäre ohne Mitarbeiter nicht meisterbar. Im Büro Rübig in Brüssel schaufeln neben Thaler die Assistenten Stefanie Rieder und Florian Schwendinger sowie zwei Praktikanten ihrem Chef zumindest diese aus dem Weg. Auf die Frage, wie man Assistent wird, dürfte der zweite Blogeintrag bereits zumindest eine Antwort geliefert haben.

Doch wie wird man eigentlich Praktikant bei Paul Rübig? 

"Grundsätzlich kann sich bei uns jeder für eine zweimonatige Praktikumsstelle bewerben"; erklärte mir Thomas Thaler.

Wie geht man vor? Zu allererst schicken Interessierte einen elektronischen Brief (E-Mail) mit angehängtem Motivationsschreiben und einem Lebenslauf an paul.ruebig@europarl.europa.eu. "Danach setzen sich Paul und ich zusammen und wählen aus den Kanidaten aus."

Die Kriterien? "Der Großteil der bisherigen Praktikanten haben einen BWL, VWL oder Jus Hintergrund", verrät Thaler. Daneben kann sich das Engagement an der Universität oder in der Heimatgemeinde bezahlt machen: "Wenn ein Bewerber Mitglied der ÖH ist oder sich beispielsweise bei der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr engagiert, schadet das sicherlich auch nicht."

Doch wann? Die Bewerbung gilt für einen Praktikumsplatz im Folgejahr.

Wie lange? Ein Praktikum im Brüsseler Büro des gebürtigen Welsers dauert zwei Monate. Das mag ein kurzer Zeitraum sein, hat aber einen verständlichen Hintergrund: "Wir möchten möglichst vielen Leuten die Chance geben, einmal bei uns zu arbeiten", sagt Thaler.

Was kommt auf einen zu? Administrative und inhaltliche Arbeit. Aus persönlicher Sicht kann ich sagen, dass organisatorisches und sprachliches Talent dabei durchaus von Vorteil sind.

Die Entlohnung? Natürlich werden die Praktikanten auch bezahlt.

Was bleibt? "So ein Praktikum macht sich sicher gut im Lebenslauf. Außerdem werden die schriftlichen und verbalen Kenntnisse in Englisch und Französisch verbessert."

Momentan sind die Jus-Studenten Susanne Fridl aus Linz und der Steirer Thomas Krenn als Praktikanten bei Rübig tätig. "Ich hab' von einem Freund davon erfahren und mich dann sofort beworben", sagt Fridl. Sie arbeitet seit Anfang Februar in Brüssel. Krenn seit Anfang März.

 

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Artikel Florian Meingast 22. März 2017 - 21:05 Uhr
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