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Aktion B

Blick in die Zukunft: Ein gerechter Ausgleich muss her!

Also, Kolleginnen und Kollegen, mit der „Aktion Tsch“ liegen wir bestens im Plan. Seit wir vor ein paar Jahren die Steuern fürs Tschicken und Tschechern massiv erhöht haben, verdampfen viele zusätzliche Millionen im heißen Budgetloch. Dazu passend wird schon seit langem das Tschinäulln heftig besteuert, und zwar je fleißiger, desto.

Ich darf sagen, dass uns mit der „Aktion Tsch“ ein, äh – helfts mir ein bisserl, wie heißt das im Floskel-Handbuch? –; dass uns also ein sozial ausgewogenes Paket geglückt ist. Da zahlt nicht nur der kleine Mann, da zahlen auch die G’stopften, wenn sie auf eine Halbe gehen!

So erfolgreich das ist, so traurig ist die Tatsache, dass bei unserem Budget noch immer der Hut brennt. Weshalb wir zur Aufrundung der einnahmenseitigen Maßnahmen nun die „Aktion B“ ins Auge fassen müssen.

Die „Aktion B“, Kolleginnenkollegen, besteht aus einer Buffet-Luxussteuer, konkret 20 Prozent auf kalte Buffets und 40 Prozent auf warme. Sicher finden sich ein paar Wapp-, äh, ein paar Abschaffer-Fans, die uns applaudieren, weil die Majonäse eh ein Fluch für die Volksgesundheit ist. Angedacht ist auch eine Butterbrot-Abgabe.

 

Bitte, Kollegin? Nein, für uns bleiben die Buffets gratis, und für die Beamtenforelle kommt natürlich eine Ausnahme. Nun zu Teil zwei der „Aktion B“, der Balkonsteuer.

Das Balkonsitzen, speziell der Urlaub auf Balkonien, ist eine Steuerflucht der Privilegierten, während die Balkonlosen teuer verreisen müssen. Da muss ein gerechter Ausgleich her! Außerdem bleibt uns nichts anderes übrig, weil sich über die „Aktion HH“ – die Hohe Haustier-Sondersteuer – noch keiner drübertraut.

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Artikel Ali Grasböck 08. März 2011 - 00:04 Uhr
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