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Norbert Schneider „Medicate My Blues Away“ (Telemedia Music)

Der Sonne-Sand-Strand-Leichtgänger „Take It Easy“, der Bluesman Norbert Schneider 2010 ins formatierte Radio und damit in die breite Öffentlichkeit spülte, hat seinen musikalischen Charakter nicht verändert. Im Gegenteil: Der Erfolg mit der für sein Wirken untypischen Reggae-Nummer hat ihn noch mehr zu seinen Wurzeln zurückgebracht. „Medicate My Blues Away“ ist das Bekenntnis eines Authentischen, der mit Akribie Tradition verwaltet und mit der notwendigen Lockerheit jedes Staubkorn verbläst. Die 14 Songs tragen seine Handschrift, selbst die Version von Glenn Freys „The Heat Is On“ macht er zu einer Schneider-Nummer. Ehrliche, handgemachte Musik, randvoll mit guten Schwingungen. Anspieltipps: „I Meet You In My Dreams“, „Rosie Let Me Take Your Hand“

Professor Green „At Your Inconvenience“ (EMI)

Die stimmliche Ähnlichkeit mit Eminem ist auch in vielen Momenten des zweiten Albums des Briten frappant und irritierend. Professor Green rappt wie sein amerikanischer Kollege, versucht aber entlang der Gürtellinie zu bleiben und versteht sich im Gegenzug auf Ohrwurmmelodien, die auf dem Highway des HipHop viele Mitsänger finden. Von der Erfolgsstraße wird er so wohl nicht abbiegen. Anspieltipps: „Read All About It“ (feat. Emeli Sande), „Today I Cried“

Nolwenn Leroy „Bretonne“ (Mercury)

Folklore mit hoher Authentizität, aus der echte Verbundenheit spricht, macht die in der Bretagne geborene Nolwenn Leroy zu einer glaubwürdigen Bewahrerin der Tradition. In ihrer Musik verschwimmen die Grenzen zwischen Pop und keltischer Folklore, wobei die Eindringlichkeit ihres Gesanges berührt und in seiner Ehrlichkeit faszinierende Wirkung erzeugt. Wunderschöne Musik für die besonderen Momente der Entspannung. Anspieltipps: „La Jument De Michao“, „Greensleeves“

One Two Three Cheers And A Tiger „A Lot Of Talk“ (Wohnzimmer Records)

Die Natürlichkeit und Unschuldigkeit, mit der sich das Quartett aus Wien seiner Musik nähert, ist drei Jahre nach dem Startschuss geblieben. Und doch hört man „A Lot Of Talk“ an, dass Jahre vergangen sind und eine Erkenntnis gereift ist, die man gerne erwachseneren Sound nennt. Die Indie-Pop-Songs sind immer noch von einer ehrlichen und aufrichtigen Haltung befeuert, hören sich aber im besten Sinne des Wortes abgeklärter an. One Two Three Cheers And A Tiger haben gelernt, wie man mit Melodien umgeht, sie so umsetzt, dass Sendungsbewusstsein und Wirkung auf den Hörer keinen Gegenpole bilden. Lässig. Anspieltipps: „The Modern Sound“, „Secret Story“

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Artikel Reinhold Gruber 27. Januar 2012 - 00:04 Uhr
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