Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 28. November 2014, 03:54 Uhr

Linz: 2°C Ort wählen »
 
Freitag, 28. November 2014, 03:54 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Kultur  > Musik

Amity In Fame: Rock mit hohem Melodie-Anteil

Nur wer in Bewegung bleibt, kommt weiter. Amity In Fame machen mit ihrem heute erscheinenden Album „Through“ klar, dass sie unterwegs sind.

Rock mit hohem Melodie-Anteil

Neues Album, neues Spiel: Amity In Fame Bild: privat

Als sich die Band vor drei Jahren gründete, gab es ein Konzept. Das hörte auf den Namen „Powerful Acoustic Rock“. Eine Genre-Erfindung der jungen Musiker, die sich offenbar auf die ewig gleiche Frage, was für eine Musik sie denn machen würden, eine einheitliche Antwort verschrieben. Dass sie damit allen Stil-Schubladendenkern leichtes Spiel machen könnten, nahmen sie in Kauf. Mit ihrem Debüt „Dinner For One“ machten sie 2008 ohnedies hörbar, was sie damit meinten.

Mittlerweile hat sich das musikalische Rad der Band um Michael Bichler (Gesang), Filip Hörschläger (Gitarre/Gesang), Roman Mayrhofer (Bass), Alex Zaus (Keyboard) und Manfred Krenmair (Drums) weitergedreht. Auf „Through“ hört man deutlich, dass Amity In Fame nicht in der kraftvollen Akustik-Rock-Ecke versauern wollen. Sie bewegen sich vor, suchen die stilistische Breite und kennen keine Berührungsängste. Wenn ihnen nach Emotionen ist, dann wird das Tempo schon verlangsamt, selbst auf die Gefahr hin, dass zu viel Herz Schmerz verursachen könnte, was es im Fall von „When It Comes To The End“ dann doch nicht tut, weil die Gratwanderung gelingt.

Besser steht Amity In Fame aber das Kraftvolle. „Shine“ rotzt frech daher, ohne auf Melodien zu verzichten. Der Titelsong „Through“ ist ein wunderbar stimmiger Rocksong, der sich mit jedem Mal Hören mehr entfaltet. „Kraken“ denkt um die Ecke, kracht, ohne zu lärmen. Es gibt viel zu entdecken auf „Through“.

Der Schritt der Weiterentwicklung einer engagierten Band, die mit Überzeugung agiert, hat viel mit dem Gemeinsamen zu tun. Das zweite Album ist deutlich mehr ein Gemeinschaftsprojekt aller Musiker in der Band, wie es heißt. Das hört man vor allem aus der Vielfalt in den Arrangements und im Songwriting heraus.

Das Konzert
In der Spinnerei in Traun sind Amity In Fame heute, 6. Mai, ab 20 Uhr als Support von Long Distance Calling live zu erleben. Infos zur Band: www.amityinfame.com

Kommentare anzeigen »
Artikel Reinhold Gruber 06. Mai 2011 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Grönemeyer: Zwischen Liebesleid und Zeigefinger

Am Freitag erscheint das neue Album von Herbert Grönemeyer, der 2015 in Clam gastiert.

Costello begeistert mit verschollenen Bob-Dylan-Songs

Gigantisch war das Echo, als bekannt wurde, dass Bob Dylan seine mythenumrankten "Basement Tapes" aus dem ...

Ein musikalischer Road Trip mit den Foo Fighters quer durch die USA

Foo-Fighters-Drummer Taylor Hawkins erklärt in den OÖNachrichten "Sonic Highways".

Meister des Schmachtfetzens

Auf seinem neuen Album "Melody Road" schwankt Neil Diamond zwischen Kitsch und Kargheit.

"Wir sind eine große Diskutierer-Band"

Vier Jahre haben sich "Juli" Zeit gelassen, um wieder Neues von sich hören zu lassen. Eine weise Entscheidung.
Meistgelesene Artikel   mehr »