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Linz09 - Viele Absagen, herbe Kritik

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Knallig bunt und kariert gemustert ist das Mittwochabend eröffnete Linz09-Infocenter in der Nordost-Ecke des Hauptplatzes.

 

LINZ. Im Vorfeld des Kulturhauptstadtjahres hat es viele Absagen an Vorschläge gegeben, die Linz09-Intendanz musste dafür zum Teil herbe Kritik einstecken. Für besonders großes Aufsehen sorgte der Streit mit dem Klangforum Wien um das nicht realisierte Auftragswerk „Montezuma“. Aber auch die freie Szene fühlte sich von Intendant Martin Heller übergangen und ritt immer wieder heftige Attacken gegen ihn.

„Montezuma - Fallender Adler“ von Komponist Bernhard Lang beschäftigt die Intendanz seit Monaten. Basierend auf einem unveröffentlichten Text des 2001 gestorbenen Lyrikers Christian Loidl werden darin die letzten Tage des Herrschers Montezumas als Teil der Zerstörung des Aztekenreiches durch den spanischen Eroberer Hernan Cortes beschrieben - allerdings nur auf dem Papier und vorerst nicht auf der Bühne: Die Aufführung scheiterte an den Kosten, die unterschiedlich beziffert wurden. Das Klangforum kündigte eine Feststellungsklage gegen Heller an, dieser wiederum behält sich ebenfalls rechtliche Schritte vor.

Eine weitere der um die 1.000 Absagen des Kulturhauptstadt-Teams an Projekteinreicher betrifft „Gefallene Helden“. In mahnender Erinnerung an die NS-Vergangenheit von Linz sollten auf der Nibelungenbrücke wie damals angedacht überdimensionale Statuen von Figuren aus der Nibelungensage aufgestellt werden. Realisiert wurde die Idee aber nicht, ebenso wenig wie eine vom Stadtarchiv angeregte Ausstellung zur Rolle von Linz im Dritten Reich.

Ebenfalls wieder in der Versenkung verschwunden ist „Linz in Torten“. In diesem Fall hatte der Einreicher, das Migrantinnenzentrum „maiz“, das Projekt wegen „langen Hinhaltens“ und fehlender Rechtssicherheit wieder zurückgezogen. Geplant waren ein Veranstaltungsraum und ein Cafe, in dem Frauen mit Migrationshintergrund Linzer Torten anbieten, als Anregung zur Auseinandersetzung mit antirassistischen und entwicklungspolitischen Themen.

Von Linz09 abgelehnt will Künstlerin Waltraut Cooper ihr Lichtkunstwerk „Regenbogen“ im Ausland zeigen - es soll die Expo 2010 in Peking zum Strahlen bringen. Das Linzer Theater Phönix thematisiert, nachdem eine Kooperation gescheitert ist, das angespannte Verhältnis zum Kulturhauptstadt-Team mit einem eigenen Stück: Kurt Palms Satire „Der Zwerg ruft“ macht sich nicht nur über Intendant Heller und die Politik lustig, sondern auch über das Selbstverständnis der Stadt.

Insgesamt 80 abgelehnte Projekte fasst der Künstler Robert Hinterleitner mit seiner Kollegin Belinda Hofer in einem eigenen „Programmbuch“ zusammen, das Anfang 2009 vorgestellt werden soll. Hinterleitner will damit aber keine „Detailkritik“ an der Intendanz üben, sondern generell die Entscheidungsmechanismen der Kulturpolitik hinterfragen. Zu Heller pflege er eine „distanzierte Beziehung“, so der Künstler im Gespräch mit der APA. „Er hätte bei etlichen Meldungen diplomatischer sein sollen.“ Auf der von Hinterleitner betriebenen Website http://www.linz0nein.org läuft ein Countdown - er zählt allerdings nicht die Tage bis zum Beginn des Kulturhauptstadtjahres, sondern bis zu dessen Ende.

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Klangidee wird auf der Strasse durch die Menschen bestätigt! · von guntermarthyn-koeberl__ · 21.12.2008 21:00 Uhr

Linz ist durch die „Klangwolke“ sehr bekannt. Diese Verbindung zur „Klangwolke“ wollte ich mit einem „neuen Klang“ bei den öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt Linz herstellen. Bei jeder Haltestelle sollten vier Töne aus der oberösterreichischen Landeshymne erklingen. Fährt der Besucher elf Haltestellen, hat er die gesamte Landeshymne gehört.Eine Idee, die es auf der ganzen Welt noch nicht gibt und so einfach zur Durchführung für „Linz09“ wäre. Auch als Klang-Zeichen an das Volk und den Menschen, vom Besucher bis zum Kulturmuffel, sollte diese Idee, jeden berühren. Eine kleine „Kulturhebung für jedermann“. Es könnten diese Klangtöne auch auf das Brucknerorchester erweitert werden. Es sind keine Grenzen gesetzt. Auch für die Jugend könnten dadurch Akzente gesetzt werden. Nun schreibe ich hier „öffentlich“, weil der Intendant mit meiner eingereichten Idee eventuell zur nächsten Ausstellung fährt. Dieser Leserbrief soll nun mein Ideenschutz sein und wäre für „Linz09“ gedacht gewesen!

 

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