Die ORF-Kulturredaktion auf dem Wiener Küniglberg erfährt in diesen Wochen seltsame Neuigkeiten. Zum Beispiel, dass irgendwo zwischen Wien und Salzburg eine Stadt mit lustigen Menschen liegt, die es sich in den Kopf gesetzt haben, ihre eigene Identität zu gestalten. Linz heißt die Gemeinde, und sie stört den herkömmlichen Kulturbetrieb. Davon aufgeschreckt, steuerte ein „Kulturmontag“-Team die fremde Gegend an, das Filmchen lief auf ORF 2. Sie erfuhren, „Das Buch der Unruhe“ sei schon in der frisch errichteten Hafenhalle gelaufen, im Posthof die Schauspieloper „Fouché“ – hört, hört, die Linzer!
Wie sie denn so waren, die bisherigen Linz09-Produktionen, wusste keiner der Angereisten. Sie kamen leider zu spät. An den Aufführungstagen werden alle verfügbaren Kräfte zum Applaudieren im Burgtheater gewesen sein. Aber sie ließen es sich erzählen.
Um sich ein Bild zu machen, haben sie immerhin den OÖN-Karikaturisten Gerhard Haderer gefragt. Und dieser erhoffte sich im Interview, dass sich die Linzer Bevölkerung an der Kulturhauptstadt beteiligt.
Wenn es der ORF schon nicht tut.
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