„Jagdszenen aus Niederbayern“: Stück von Martin Sperr; Volkstheater Wien, Premiere am 17. Februar
OÖN Bewertung: vier von sechs Sterne
Gemeinsam mit Franz Xaver Kroetz etablierte Sperr die Tradition eines neuen kritischen Volkstheaters, das in Österreich kurz danach durch Peter Turrini und Felix Mitterer eine neue Blüte erlebte.
Schirin Khodadadians Inszenierung am Volkstheater verbannt in Einheit mit Hugo Gretlers Baustellenbühnenbild alles „Bäuerliche“ von der Bühne. Hier ist alles ein wenig zu klar, es bleibt nichts versteckt: Diese Dorfgemeinschaft hetzt ihre Außenseiter. Und die Außenseiter kennen nur einen Wunsch: Sie wollen dazugehören, Teil der Gemeinschaft sein.
In der reduzierten, aber ungemein packenden Aufführung stechen aus dem sehr guten Ensemble vor allem Simon Mantei als homosexueller Abram sowie Claudia Sabitzer als seine ihn anfangs verleugnende Mutter, Nanette Waidmann, Martina Stilp, Günter Franzmeier und Erwin Ebenbauer hervor.
Info:
Tel. 01/52 111-300; www.volkstheater.at
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